Chemische Industrie

Nach Konzernumbau: Lanxess ist wieder hochprofitabel

Der Kölner Chemiekonzern Lanxess war durch Überkapazitäten und hohe Abhängigkeiten von der Automobil- und Reifenindustrie in Schieflage geraten - nach einer Neuausrichtung meldet der Hersteller wieder einen hohen Gewinn.

Höhere Absatzmengen, eine bessere Produktionsauslastung und Kosteneinsparungen haben den Chemiespezialisten Lanxess zurück auf die Erfolgsspur gebracht. Bei leicht rückläufigem Umsatz kletterte der Nettogewinn im vergangenen Jahr dennoch um mehr als 16 Prozent auf 192 Mio. Euro, teile das Unternehmen in Köln mit.

Den Rückgang beim Umsatz auf 7,7 Mrd. Euro begründete Lanxess unter anderem mit einer notwendigen Preissenkung angesichts gesunkener Rohstoffkosten. An den guten Ergebnissen sollen die Aktionäre durch eine auf 70 Cent erhöhte Dividende teilhaben. Auch ins neue Geschäftsjahr sei das Unternehmen sehr gut gestartet.

Lanxess-Chef Matthias Zachert sprach von einem Meilenstein beim Umbau des Unternehmens hin zu einem noch profitableren Konzern. Durch Überkapazitäten und hohe Abhängigkeiten von der Automobil- und Reifenindustrie war Lanxess vor wenigen Jahren in eine Schieflage geraten.

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Zachert richtete den Konzern neu aus und holte den Ölriesen Saudi Aramco für ein Gemeinschaftsunternehmen im Bereich synthetische Kautschuke an Bord. Der Kurs der Lanxess-Aktie verdoppelte sich binnen eines Jahres. (dpa/apa/red)