VW-Skandal

Nach hartem Gerichtsurteil: VW-Manager wehrt sich gegen Kündigung

In den USA war ein Ingenieur von Volkswagen zur höchstmöglichen Gefängnisstrafe und einer hohen Geldzahlung verurteilt worden - daraufhin hat ihn VW einfach fristlos entlassen. Jetzt wehrt sich der 48-jährige in Braunschweig dagegen.

Der in den USA verurteilte früherer VW-Manager Oliver Schmidt wehrt sich gegen seine fristlose Kündigung. "Die Klage liegt beim Arbeitsgericht Braunschweig vor", sagte eine Gerichtssprecherin. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung (Online) darüber berichtet.

Nach Angaben der Sprecherin hatte Volkswagen Schmidt am 19. Dezember, zwei Wochen nach der Verurteilung von einem US-Gericht, fristlos gekündigt. Ein Termin für die Verhandlung stehe noch nicht fest. Ein Unternehmenssprecher wollte den Fall nicht kommentieren.

Der 48-jährige Schmidt war Anfang Dezember wegen seiner Rolle im Abgas-Skandal zur höchstmöglichen Strafe von sieben Jahren Gefängnis und 400.000 Dollar (334.000 Euro) verurteilt worden. Er hatte sich nach einem Deal mit der US-Staatsanwaltschaft im August für schuldig bekannt.

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Er ist nach dem früheren VW-Ingenieur James Liang der zweite langjährige VW-Mitarbeiter, der aufgrund der Abgasaffäre in den USA zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde. Im September 2015 hatte Volkswagen nach Vorwürfen der US-Umweltbehörden und Recherchen von Wissenschaftern eingeräumt, mit einer speziellen Software in großem Stil Abgastests manipuliert zu haben. (dpa/apa/red)

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