Automobilindustrie

Nach "extrem intensiver Arbeitsphase": VW-Vorstand Ulbrich geht

Der Elektroauto-Vorstand der Kernmarke VW Pkw, Thomas Ulbrich, verlässt den weltgrößten Autobauer. Ausschlaggebend dafür seien "rein private Gründe nach einer extrem intensiven Arbeitsphase", so ein Sprecher.

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Der Elektroauto-Vorstand der Kernmarke VW Pkw, Thomas Ulbrich, verlässt den Autobauer. Ausschlaggebend dafür seien rein private Gründe "nach einer extrem intensiven Arbeitsphase", sagte ein Konzernsprecher. Ulbrich hatte bei den Wolfsburgern die Anstrengungen zur Elektromobilität zu verantworten, unter anderem die Modellreihe ID, die jüngst mit dem ID.3 startete und den Aufbruch von VW in den Massenmarkt markieren soll.

Zuvor hatten einige Medien über den bevorstehenden Absprung von Ulbrich berichtet, so etwa das Online-Wirtschaftsmagazin "Business Insider" und das "Handelsblatt". Darstellungen, wonach Konzern-Vorstandschef Herbert Diess die Abberufung betrieben haben soll, wies das Unternehmen zurück.

Seit 1992 im Konzern

Der Start des in Zwickau produzierten ID.3 war nicht ohne Ruckeln abgelaufen. So erwiesen sich Software und Elektronik für das von VW mit vielen Hoffnungen versehene Projekt als komplex, die ersten Fahrzeuge gingen ohne einige ursprünglich vorgesehene Funktionen zu den Kunden. Ein Software-Update in der Werkstatt soll die noch fehlenden Features aber künftig nachrüsten. Um den Jahreswechsel soll auch der Kompakt-SUV ID.4 an den Start gehen.

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Ulbrich hatte auch den Umbau des Werks Zwickau zum reinen Elektrostandort zu verantworten. Der Ingenieur ist seit 1992 im Konzern, im Februar 2018 übernahm er den Posten des Elektroauto-Vorstands bei der Kernmarke. Vorher war er fast vier Jahre lang ihr Produktionschef. Diese gesonderte Position dürfte mit dem Start der ID-Reihe und dem Abgang von Ulbrich wegfallen. Zwischenzeitlich war auch spekuliert worden, ob der Manager in China den mit dem Joint-Venture-Partner JAC geplanten Elektrokleinwagen auf den Weg bringt. (dpa/apa/red)