Justiz

Nach Entlassung: Manager gewinnt Prozess gegen Tiroler Tiwag

Der Tiroler Versorger Tiwag hatte den Energiebeauftragten Stephan Oblasser wegen "eines begründeten, irreversiblen Vertrauensverlustes" fristlos entlassen. Er klagte dagegen und bekam jetzt recht.

Energieversorger TIWAG Standort Tirol Justiz Erich Entstrasser

Der Tiroler Energieversorger Tiwag hat einen Arbeitsgerichtsprozess gegen den Energiebeauftragten des Landes, Stephan Oblasser, verloren. Die Tiwag hatte Oblasser 2015 wegen "eines begründeten, irreversiblen Vertrauensverlustes" fristlos entlassen. Nun hob das Landesgericht die Entlassung auf und gab Oblasser in allen Punkten Recht, berichtete die "Tiroler Tageszeitung".

Eine entsprechende Klage von Oblasser hatte jetzt Erfolg: Die Entlassung wäre nicht gerechtfertigt gewesen, so das Urteil.

Tiwag-Chef: "Wir akzeptieren das Urteil"

"Wir akzeptieren das Urteil und werden es auch nicht bekämpfen", erklärte Tiwag- Vorstandsvorsitzender Erich Entstrasser gegenüber der "TT". Die Tiwag muss Oblasser jetzt das Entgelt und alle Ansprüche für die vergangenen Jahre seit der ungerechtfertigten Entlassung nachzahlen.

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Weil eine Wiedereinstellung keinen Sinn mehr machen würde, einigten sich der Landesenergiebeauftragte und der landeseigene Energieversorger laut dem Bericht darauf, dass Oblasser vorerst seinen Urlaub konsumiert und dann aus dem Unternehmen ausscheidet. Man habe eine Pensionsregelung vereinbart, wonach Oblasser 2019 Anspruch auf eine ASVG-Pension hat.

Oblasser war trotz der Entlassung Landesenergiebeauftragter geblieben. Angestellt war er beim Verein Energie Tirol. (apa/red)