Autoindustrie

Nach Einstieg von Chinesen: Daimler prüft Beteiligung an Volvo

Daimler kann sich laut einem Medienbericht vorstellen, "ein paar Prozent" an Volvo zu übernehmen, der heute dem chinesischen Konzern Geely gehört. Der Grund dazu ist offenbar der überraschende Einstieg von Geely beim deutschen Premiumhersteller.

Nach dem überraschenden Einstieg des chinesischen Auto-Investors Li Shufu bei Daimler zieht der Dax-Konzern nach einem Medienbericht eine Beteiligung an Lis schwedischer Beteiligung Volvo in Betracht.

Daimler kommentiert den Bericht nicht

Neben der Arbeit an einer gemeinsamen Plattform für E-Autos und der Belieferung von Volvo mit Motoren und Komponenten von Mercedes könne sich der Konzern vorstellen, "ein paar Prozent" an Volvo zu übernehmen, berichtete das "Manager-Magazin" ohne Angabe von Quellen. Damit wolle er Kooperationsbereitschaft signalisieren. Volvo wollte dazu nicht Stellung nehmen. Ein Sprecher von Daimler erklärte, das sei reine Spekulation, die das Unternehmen nicht kommentiere.

Volvo gehört zu Li Shufus chinesischem Autobauer Geely. Er hatte sich im Februar auf einen Schlag knapp zehn Prozent an Daimler für gut sieben Milliarden Euro gesichert.

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Der neue Großaktionär Li erklärte, er wolle zwar keinen Sitz im Aufsichtsrat des Dax-Konzerns, aber mit diesem kooperieren. Daimler hatte den Einstieg begrüßt. Vorstandschef Dieter Zetsche machte eine Zusammenarbeit aber vom Einverständnis des langjährigen chinesischen Daimler-Partnerunternehmen BAIC abhängig. (reuters/apa/red)

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