Bauindustrie

Nach der Pleite: GLS Bau beschuldigt die Asfinag

Nach der Insolvenz der GLS Bau und Montage sowie deren Tochter RW Montage wollen das Land Oberösterreich und die Arbeiterkammer die betroffenen Mitarbeiter unterstützen. Das Bauunternehmen selbst macht die Asfinag für die Pleite verantwortlich.

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Nach der Insolvenz der GLS Bau und Montage sowie deren Tochter RW Montage hat der oberösterreichische Wirtschaftslandesrat Michael Strugl (ÖVP) Unterstützungsangebote für betroffene Dienstnehmer, eventuell in Form einer Stiftung, angekündigt.

Wirtschaftslandesrat: Stiftung des Landes möglich

Es werde jetzt Gespräche mit der Geschäftsführung der beiden Unternehmen und den Verantwortlichen beim Arbeitsmarktservice OÖ geben, wie man den betroffenen Arbeitnehmern helfen könne, so Strugl in einer Aussendung. "Eine Stiftung wäre eine Möglichkeit, das Land Oberösterreich steht hier für eine Unterstützung bereit."

Arbeiterkammer: Sich genau informieren

Der Präsident der Arbeiterkammer (AK), Johann Kalliauer, riet allen, nicht überstürzt das Arbeitsverhältnis zu lösen, um keine Ansprüche zu verlieren.

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Kalliauer kündigte an, die AK arbeite mit den Gewerkschaften und der Masseverwaltung daran, Infoversammlungen direkt vor Ort zu organisieren. Wird die AK im Rahmen der Versammlungen zur Vertretung bevollmächtigt, kümmert sie sich um die Anmeldung und Beantragung der offenen Ansprüche bei Gericht und beim Insolvenz-Entgelt-Fonds (IEF). Wann die Betroffenen mit der Zahlung durch den Insolvenz-Entgelt-Fonds rechnen können, lasse sich derzeit aber noch nicht abschätzen, so Kalliauer.

Baugewerkschaft: Beim Insolvenz-Entgelt-Fonds anmelden

Der Landesgeschäftsführer der GBH Oberösterreich, Harald Dietinger, stellte zuvor gegenüber der APA fest: "Eine Insolvenz ist immer schlecht, aber der blödeste Zeitpunkt dafür ist jetzt zu Winterbeginn. Das ist der Zeitpunkt, ab dem in der Baubrache ohnehin viele beginnen, stempeln zu gehen. Eine Vermittlung in eine andere Firma ist jetzt schwierig".

Dietinger telefonierte dazu mit der GLS-Geschäftsführung, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Demnach sollen möglichst rasch Betriebsversammlungen einberufen werden, um die Belegschaft zu beraten.

Jetzt sollte vor allem die Anmeldung von offenen Gehaltsforderungen beim Insolvenz-Entgelt-Fonds rasch erfolgen. Es gehe darum, dass die Firma weder das Novembergehalt noch das Weihnachtsgeld zahlen kann. "Wir bemühen uns, dass die Mitarbeiter ihr Geld noch vor Weihnachten bekommen", bekräftigte Dietinger.

GLS beschuldigt die Asfinag - diese weist das zurück

Rund um die Pleite der GLS tobt ein Streit mit der Asfinag. Die GLS begründet den Schritt zum Insolvenzantrag, der diese Woche gestellt worden war, mit Mehrkosten bei der Sanierung der Praterbrücke auf der Wiener Südosttangente (A23).

Diese Mehrkosten von rund zehn Millionen Euro werden von der Asfinag vehement in Abrede gestellt. (apa/red)

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