Windkraftindustrie

Nach der Flaute brummt bei Nordex wieder das Geschäft

Nach deutlichen Einbrüchen in der gesamten Windkraftindustrie hat der Hamburger Turbinenkonzern Nordex wieder volle Auftragsbücher. Bestellungen kommen sowohl aus Europa als auch aus Amerika.

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Nach einem Einbruch der Auftragseingänge im vergangenen Jahr hat die Nachfrage nach Windturbinen des deutschen Turbinenbauers Nordex im ersten Quartal 2018 kräftig angezogen. Sowohl in Europa wie auch in Amerika seien die Bestellungen deutlich gestiegen, teilt der Hamburger Konzern mit.

Insgesamt schnellten die Orders in den ersten drei Monaten dieses Jahres auf rund 1.000 Megawatt (MW) in die Höhe nach 368 MW vor Jahresfrist.

Das Gegenteil der Ankündigung des Konzernchefs

Eine durchaus überraschende Mitteilung - sprach doch vor wenigen Tagen erst der Konzernchef davon, dass gesetzliche Änderungen in Deutschland das geschäft weiter eintrüben würden: Turbinenbauer Nordex: Kein Ende der Flaute in Sicht >>

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An der Börse kam die Nachricht gut an. Die Aktien kletterten um 8 Prozent auf 8,59 Euro in die Höhe und führten die Gewinnerliste im TecDAX an.

Großaktionär Jan Klatten hatte mit dem Kauf von weiteren Nordex-Titeln auch andere Anleger angelockt. Damit haben die Anteilsscheine in zwei Tagen gut 15 Prozent zugelegt, nachdem sie in den Monaten zuvor etwa 40 Prozent an Wert eingebüßt hatten. Arash Roshan Zamir von Warburg-Research sieht die Aktie als Kandidaten für einen Turnaround und empfiehlt sie daher bei einem Kursziel von zehn Euro zum Kauf. (reuters/apa/red)

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