Autozulieferer

Nach Conti und ZF stoppt auch Bosch weite Teile der Produktion

Die größten Autozulieferer in Deutschland reagieren auf die massiven Störungen der Lieferketten. Beim Weltmarktführer Bosch sind rund 35 Standorte der Mobilitätssparte und Zentralbereiche betroffen.

Der weltgrößte Autozulieferer Bosch fährt seine Produktion in Deutschland wegen der Coronavirus-Krise weitgehend herunter. Betroffen seien rund 35 Standorte der Mobilitätssparte sowie diverse Zentralbereiche, teilte der Konzern mit. Bosch reagiere damit auf die drastisch sinkende Fahrzeugnachfrage insbesondere in Europa und die damit verbundenen Produktionsstopps der Automobilhersteller.

Das Herunterfahren soll am Mittwoch kommender Woche beginnen, an einigen Standorten auch schon. Die betroffenen Mitarbeiter sollen zunächst ihre Zeitkonten abbauen oder Urlaub nehmen. Spätestens vom 5. April an will Bosch dann Kurzarbeit einführen.

Dringend notwendige Arbeiten sollen weiterlaufen, unter anderem, um den gerade wieder anlaufenden chinesischen Automarkt beliefern zu können oder die Versorgung mit Ersatzteilen für den Transportverkehr aufrechtzuerhalten. Man wolle außerdem für ein späteres Wiederanlaufen der Produktion gewappnet sein.

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Auch Conti und ZF haben bereits reagiert

Zuvor hatten bereits die Zulieferer Continental und ZF angekündigt, die Arbeit an verschiedenen Standorten zum Teil oder auch ganz einzustellen. Auch sämtliche großen Autohersteller haben vorübergehende Produktionsstopps angekündigt oder schon eingeleitet. Bosch selbst hatte die Produktion an einigen Standorten im Ausland ebenfalls schon heruntergefahren. (dpa/apa/red)

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