Autozulieferer

Nach chinesischer Übernahme: Grammer erwartet weniger Umsatz

Autozulieferer Grammer senkt nach der teuren Übernahme durch Chinesen sein Umsatzziel. Grammer gehört nach einem aufreibenden Abwehrkampf gegen die Gruppe Prevent des bosnischen Investors Hastor zu 84 Prozent dem chinesischen Konzern Ningbo Jifeng.

Der deutsche Autozulieferer Grammer senkt nach der teuren Übernahme durch Chinesen und einem schwachen Autosommer sein Umsatzziel - um mindestens 50 Mio. Euro. Bisher war der Konzern von einem Umsatz von 1,85 Mrd. Euro im heurigen Geschäftsjahr ausgegangen. Grund für die gesenkte Prognose sei ein schwacher Autoabsatz im dritten Quartal primär am europäischen Markt, hieß es.

Der hatte das operative Ergebnis (EBIT) zwischen Jänner und September Konzernangaben zufolge um 1,6 Millionen auf rund 57 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gedrückt. Für das Gesamtjahr erwartet Grammer nun ein Ergebnis von deutlich unter 66,5 Mio. Euro - dem Ergebnis des Vorjahres.

Grammer selbst gehört seit August zu 84 Prozent dem chinesischen Autozulieferer Ningbo Jifeng. Die hohen Transaktionskosten dieses Geschäfts sowie die Folgekosten, die durch den angekündigten Rücktritt des gesamten Konzernvorstands anfielen, belasteten den Konzern ebenfalls, hieß es. Zur Übernahme: Grammer ist bosnischen Investor los - um den Preis der eigenen Freiheit >>

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Vorstand geschlossen zurückgetreten

Ende September hatten CEO Hartmut Müller, CFO Gerard Cordonnier sowie Technikchef Manfred Pretscher ihren Rücktritt angekündigt. Mitglieder des Aufsichtsrats hatten individuelle Gründe für diesen Schritt angeführt. Mehr dazu:  Nach chinesischer Übernahme: Gesamter Vorstand von Grammer tritt zurück >>  

(dpa/apa/red)

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