Nach Betriebsunfall bei Egger: Mehrere tausend Bach- und Regenbogenforellen ausgesetzt

Egger Nahrungsmittelindustrie

Bereits Anfang Juni seien mehrere tausend Bach- und Regenbogenforellen ausgesetzt worden, erklärte das Unternehmen in einer Aussendung. Am Dienstag wurden demnach erneut mehr als tausend Bachforellen eingesetzt. Abschließende Besatzmaßnahmen sollen im Frühjahr 2019 vorgenommen werden. Laut Bernhard Prosser, Geschäftsführer von Egger Getränke, werde so das ökologische Gleichgewicht wiederhergestellt. "Wir haben wie zugesichert den Vorfall in unserem Betrieb im Detail analysiert und umfangreiche Maßnahmen getroffen, damit so etwas nie wieder passieren kann", hielt Prosser fest. Der Ablauf von Wartungsarbeiten, die zu dem Betriebsunfall geführt hatten, sei grundlegend verändert, Mitarbeiter speziell dafür ausgebildet und nachgeschult worden. Bauliche Maßnahmen, die im Bereich der Ammoniak-Kühlanlage durchgeführt wurden, sollen ähnlich gelagerte Vorfälle in Zukunft technisch unmöglich machen, hieß es in der Aussendung. Am 12. Mai war es in der Produktion bei Egger Getränke zu einem Ammoniak-Austritt gekommen, der ein Fischsterben auslöste. Zu dem Austritt hatte ein bei Wartungsarbeiten zu lange geöffnetes Ventil an einem Kälteaggregat geführt. Unternehmensangaben zufolge war verunreinigtes Wasser in die Kanalisation und in weiterer Folge in den Mühlbach gelangt. Die Schadensaufnahme durch Experten der Universität für Bodenkultur wurde Anfang Juni beendet.

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