Niederösterreich

Müller-Guttenbrunn Gruppe übernimmt MBA Polymers Austria ganz

Der Kunststoffverarbeiter Müller-Guttenbrunn übernimmt alle Anteile an der Recyclingfirma MBA Polymers Austria. Hightech-Recycling aus dem Silicon Valley sei im Mostviertel perfektioniert worden, der Standort habe sich solide entwickelt, so die Niederösterreicher.

Das ist ein Symbolbild.

Die niederösterreichische Müller-Guttenbrunn Gruppe übernimmt mit 1. Juli das Kunststoff-Recycling-Unternehmen MBA Polymers Austria in Kematen (Bezirk Amstetten) zur Gänze. Das teilte das Familienunternehmen kürzlich mit. Die Gruppe war bisher Miteigentümer im Joint Venture, das 2004 mit dem US-amerikanischen Partner MBA Polymers Inc. gegründet wurde.

Die Entscheidung wurde nach der Übernahme des bisherigen Partners durch den Investor Elephant Equities getroffen. Die Müller-Guttenbrunn Gruppe werde "den kontinuierlichen Erfolgskurs im heimischen Kunststoff-Recycling in den kommenden Jahren weiter fortsetzen", teilte das Unternehmen mit Zentrale in Amstetten mit. MBA Polymers Austria werde eine 100-Prozent-Tochter.

Produktion für die Konsumgüterindustrie und die Autoindustrie

Im Werk in Kematen an der Ybbs produzieren 125 Mitarbeiter sogenannte "post-consumer" Kunststoffe. Die von MBA Polymers recycelten Kunststoffe werden für "grüne" Elektronik-Produkte wie Staubsauger und Kaffee-Maschinen sowie für Automobilteile eingesetzt, hieß es. Der Hauptanteil des Alt-Kunststoffes stamme aus Elektronik- und Elektro-Schrott.

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Nach der Gründung 2004 nahm das Werk im Mostviertel im März 2006 seinen Betrieb auf. Durch kürzlich erfolgte Investitionen in eine vierte Extrusionsanlage und eine neue Lagerhalle sei die Verarbeitungskapazität bei MBA Polymers Austria auf über 50.000 Tonnen jährlich gesteigert worden. Pro Tonne wiederverwerteter technischer Kunststoffe kann laut Unternehmensangaben der Ausstoß von rund 4,5 Tonnen CO2 eingespart werden.

"Standort in Kematen hat sich solide entwickelt"

"Mittlerweile ist das Hightech-Recycling aus dem Silicon Valley im Mostviertel perfektioniert worden und der Standort in Kematen hat sich solide entwickelt. Daher sind wir überzeugt, mit unserem eigenen Team die Erfolgsgeschichte fortschreiben zu können", so Christian Müller-Guttenbrunn, Geschäftsführer der Müller-Guttenbrunn Gruppe.

Zum Unternehmen gehören Recyclingbetriebe in Österreich, Ungarn, Rumänien, Tschechien und eine Handelsfirma in der Schweiz. Die gesamte Gruppe verwertet rund 850.000 Tonnen, Angaben zum Umsatz macht das Familienunternehmen nicht. (apa/red)

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