Abfallwirtschaft

Müll aus Italien: Stadt St. Pölten fordert ein europaweites Umdenken

Die Stadt St. Pölten fordert ein Umdenken in der Deponielogistik in Österreich und der gesamten Europäischen Union: Der Transport von Abfall quer durch den Kontinent sei eine kaum zu überbietende Unsinnigkeit.

In einer beschlossenen Resolution hat der Gemeinderat der Stadt St. Pölten eine nachhaltige Regelung der Deponielogistik für Österreich und die Europäische Union gefordert. Die aktuellen Verhandlungen auf Bundesebene zwischen ÖVP und den Grünen bieten laut Aussendung die Chance, sich im künftigen Regierungsprogramm mit dem Abfalltransport quer durch Europa auseinanderzusetzen.

Derartige Lieferungen seien eine kaum zu überbietende Unsinnigkeit. Ein erster Schritt wäre die Verweigerung der Annahme von Restmüll, um regionale Lagerungsmöglichkeiten in den Herkunftsländern zu fördern, hieß es in der Mitteilung der Stadt weiter.

Urgiert wurde auch, dass kommunale Institutionen wie beim derzeitigen Transport von 7.000 Tonnen Hausmüll aus Süditalien kein Mitspracherecht hätten, da es sich beim Empfänger um eine private Deponie handle. Zudem habe der Bund das Bewilligungsrecht. (apa/red)

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