Autozulieferer

Motoren: Continental will sich ganz von Vitesco trennen

Der deutsche Autozulieferer Continental will sich komplett von seiner Antriebssparte Vitesco trennen. Größter Einzelaktionär ist die Holding der Familie Schaeffler. Vitesco macht 90 Prozent des Umsatzes mit Verbrennungsmotoren.

Der deutsche Autozulieferer Continental will sich im Zuge des Börsengangs komplett von seiner Antriebssparte Vitesco trennen. Die Conti-Aktionäre sollen für jeweils fünf ihrer Aktien einen Vitesco-Anteilsschein erhalten, wie es in der veröffentlichten Einladung zur Hauptversammlung heißt.

Insgesamt kommt Vitesco auf gut 40 Millionen Aktien. Continental werde vorübergehend 20.000 Aktien behalten, diese aber bald nach dem Vollzug der Abspaltung verkaufen. Damit entspricht die Aktionärsstruktur von Vitesco der des bisherigen Mutterkonzerns. Größter Einzelaktionär ist die Holding der Familie Schaeffler, die den Autozulieferer Schaeffler kontrolliert und 46 Prozent an Continental hält.

Conti hat Vitesco-Anteile an die eigenen Aktionäre verteilt

Der Autozulieferer hatte bereits im Herbst 2019 entschieden, die Vitesco-Anteile an die eigenen Aktionäre zu verteilen. Die Abspaltung wurde wegen der Coronapandemie zwischendurch auf Eis gelegt. In Vitesco hat Continental sein Geschäft mit Technik für Verbrennungsmotoren und das Elektroautogeschäft zusammengefasst. 90 Prozent des Umsatzes macht Vitesco mit Verbrennertechnik, die durch den beschleunigten Wechsel in die Elektromobilität unter Druck steht. (reuters/apa/red)