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MotoGP: KTM bleibt an Bord

Europas größter Motorradhersteller verlängert sein Engagement in der MotoGP um weitere fünf Jahre. KTM steigt aber in einer Klasse als Hersteller aus und dafür seine Marke Husqvarna in eine andere zurück.

Einen Tag nach der Vertragsverlängerung des Red Bull Rings mit der Motorrad-Straßen-WM bis 2025 hat auch KTM die Zukunft geklärt. Europas größter Motorrad-Hersteller wird sein aktuelles Engagement in der MotoGP-Klasse um weitere fünf Jahre bis 2026 verlängern, steigt aber als Chassis-Hersteller aus der Moto2 aus und bringt Husqvarna in die Moto3 zurück.

Die beim Österreich-Grand Prix in Spielberg verkündete Entscheidung bedeutet, dass sich KTM für zumindest weitere sieben Jahre in der "Königsklasse" engagiert. Ziel der im Offroad-Bereich und in den kleineren Straßenrenn-Klassen sehr erfolgreichen Oberösterreicher ist bekanntlich, auch in der MotoGP Weltmeister zu werden. Der Weg dorthin mit Aufstiegsmöglichkeiten für Fahrer von Juniorenklassen bis zur MotoGP wird grundsätzlich beibehalten, wobei man sich firmenmäßig künftig auf die MotoGP und die Moto3 fokussiert.

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In der Moto2-Klasse steigt man hingegen als Chassis-Hersteller aus, bleibt aber in enger Verbindung mit dem Ajo-Team, um die Durchgängigkeit für eigene Fahrer zu wahren. In der Moto3 bringt man die Marke Husqvarna mit einem eigenen Motorrad und Team zurück in die WM. Husqvarna war schon 2014 und 2015 Teil der Moto3-WM gewesen.

"Das ist eine proaktive Entscheidung und wir bekennen uns für weitere fünf Jahre", sagte KTM-Chef Stefan Pierer. "Ab jetzt haben wir sieben Jahre, um in der MotoGP ganz an die Spitze zu kommen. So lange haben wir auch gebraucht, um bei der Dakar zu gewinnen." (apa/red)

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