Erdöl

Moskau will gemeinsame Organisation mit dem Ölkartell Opec

Als Reaktion auf den Einbruch der Ölpreise will Russland enger mit dem Ölkartell Opec kooperieren - aus Saudi-Arabien kommt grundsätzliche Zustimmung.

Russland kann sich eine längerfristige Zusammenarbeit mit dem Ölkartell Opec vorstellen. "Es könnte eine unbefristete Vereinbarung sein", sagte Energieminister Alexander Nowak zu Reportern.

Ölpreise massiv gefallen

Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) einerseits und andere große Ölproduzenten unter Führung Russlands haben vereinbart, ihre Produktion bis Ende des Jahres um rund 1,8 Millionen Barrel pro Tag zu reduzieren. Das soll die hohen Ölvorräte verringern und so die Preise stabilisieren.

Nowak bekräftigte seinen Vorschlag, eine gemeinsame Organisation mit der Opec zu schaffen. "Im Wesentlichen könnte dies eine internationale Organisation sein, die sich einmal in einem halben Jahr versammelt und die Situation auf dem Ölmarkt diskutiert", sagte Nowak. Auch andere große Ölproduzenten könnten beitreten. Ob auch die USA dabei sein dürften, sagte der russische Minister nicht.

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Als Reaktion auf einen massiven Ölpreisverfall hatten sich auf saudi-arabische Initiative die Opec-Staaten sowie Russland und andere Ölproduzenten auf eine Förderbremse geeinigt. Die Opec strebt nach Angaben des saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman eine langjährige Zusammenarbeit mit Russland und anderen Förderstaaten an. Dabei gehe es um eine Vereinbarung mit einer Laufzeit von 10 oder 20 Jahren, sagte bin Salman vorige Woche in einem Reuters-Interview. (reuters/apa/red)