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Endmontage der Eurofighter in Deutschland steht vor dem Aus

Eurofighter werden in verschiedenen Ländern produziert und dann in vier Endmontagewerken zusammengebaut. Dem Werk in Deutschland drohe jetzt das Aus, so ein Sprecher von Airbus. Auswirkungen auf Österreich gebe es nicht, wie es heißt.

Die Endmontage der Eurofighter in Deutschland wird 2018 eingestellt, sollte es keine weiteren Aufträge geben. Das bestätigte ein Airbus-Sprecher gegenüber der Tageszeitung "Die Welt". Auswirkungen auf Österreich hat dies nicht, wurde auf Anfrage der APA versichert: Wartung und Upgrades für die Eurofighter des Bundesheers seien weiterhin gewährleistet.

Keine Auswirkungen auf Österreich

Die Teile des Eurofighters werden in verschiedenen Ländern produziert und dann in vier Endmontagewerken zu flugfertigen Modellen zusammengebaut. Dem Zeitungsbericht zufolge droht neben der Endmontage in Deutschland auch jener in Spanien das Ende, der Standort Großbritannien hofft demnach auf einen Folgeauftrag aus Saudi-Arabien. In Italien dürfte es dank eines bereits ausverhandelten Auftrags aus Kuwait noch weitergehen.

"Es ist noch viel zu tun"

Ein Sprecher der Airbus-Rüstungssparte betonte gegenüber der APA, dass am Standort im deutschen Manching unter anderem weiterhin Einzelteile produziert würden. Und selbst wenn 2018 der letzte Flieger ausgeliefert sei, sei man für etwaige Folgeaufträge jederzeit in der Lage, auch wieder Flieger zusammenzubauen. Gegenüber der Zeitung hieß es außerdem, dass selbst bei einem Produktionsende oder einer Unterbrechung des Eurofighter-Programms noch viel zu tun sei, da etwa ältere Versionen des Kampfjets modernisiert werden.

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Das österreichische Bundesheer verfügt über 15 Eurofighter. Ihre Beschaffung sorgte wegen Korruptionsvorwürfen jahrelang für Schlagzeilen. Im Lichte der Einsparungen beim Militär waren die Flugstunden der Eurofighter reduziert worden, in den kommenden Jahren dürfte das Bundesheer die Flugstunden der Jets aber wieder erhöhen, wie im Sommer am Rande der Airpower-Präsentation angekündigt wurde. Das Heer sucht sogar neue Piloten. (apa/red)

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