Erdgas

Mitten im Streit mit Zypern startet Türkei "größtes Marinemanöver"

Die Türkei fährt im Streit um riesige Erdgasfelder in den Gewässern des EU-Mitglieds einen aggressiven Kurs - und demonstriert jetzt Stärke. An der zweiwöchigen Militärübung in der Region seien 131 Kriegsschiffe im Einsatz, hieß es in Istanbul.

Die Türkei hat inmitten eines Streits mit Zypern um die Ausbeutung eines Gasfelds ihr bisher "größtes Marinemanöver" gestartet. Wie der türkische Generalstab mitteilte, nehmen an der knapp zweiwöchigen Militärübung im Mittelmeer, in der Ägäis und im Schwarzen Meer 131 Kriegsschiffe, 57 Flugzeuge und 33 Helikopter teil.

Das Manöver, das bis zum 25. Mai dauern soll, fällt in eine Zeit starker Spannungen mit Zypern. Der EU-Mitgliedstaat hat sich mit mehreren Mittelmeer-Anrainern auf die Aufteilung des Seegebiets im östlichen Mittelmeer geeinigt, in dem vor einigen Jahren ein großes Gasfeld entdeckt worden war. Die Türkei ist an dieser Vereinbarung nicht beteiligt und sieht sich auch nicht daran gebunden. Anfang Mai kündigte die türkische Regierung an, in dem von Zypern beanspruchten Seegebiet eigene Probebohrungen vorzunehmen.

Zu diesem Fall:
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Die EU und die USA äußerten sich "besorgt" über die geplanten Probebohrungen in der "exklusiven Wirtschaftszone Zyperns". Nikosia hat bereits Aufträge zur Gasförderung an internationale Ölkonzerne wie Eni, Total und ExxonMobil vergeben. Die Türkei fordert jedoch, dass die international nicht anerkannte Türkische Republik Nordzypern an der Ausbeutung des Gasfelds beteiligt wird, und warnt, sie werde "ihre Rechte" mit allen Mitteln verteidigen.

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