Luftfahrtindustrie

Proteste von Mitarbeitern bei Airbus in Augsburg

In Augsburg gehen Mitarbeiter der zu Airbus gehörenden Konzerntochter Premium Aerotec auf die Straße, um gegen Kündigungen zu demonstrierten. Airbus brauche nur nach außen vergebene Aufträge wieder an seine eigenen Standorte vergeben, kritisiert die Gewerkschaft.

Rund 1.000 Mitarbeiter der Augsburger Airbus-Tochter Premium Aerotec haben am Dienstag gegen den angekündigten Abbau von etwa 500 Stellen demonstriert. Das Unternehmen hatte vor wenigen Wochen angekündigt, dass bis Ende 2019 etwa 500 Zeitarbeiter ihren Job in dem Augsburger Werk verlieren sollen, in dem bisher noch rund 3.700 Menschen beschäftigt sind.

Augsburgs IG- Metall-Chef Michael Leppek kritisierte die Pläne scharf. Er schlug vor, dass Premium Aerotec die Auslastung des Standortes durch Rückholung von fremdvergebenen Aufträgen erhöhen solle. Damit ließe sich ein Großteil des Abbaus vermeiden.

Premium Aerotec produziert Rumpfteile und Leichtbaukomponenten

Premium Aerotec hat mehr als 10.000 Mitarbeiter am Unternehmenssitz in Augsburg, an den norddeutschen Standorten Bremen, Hamburg, Nordenham und Varel sowie in einer Fabrik in Rumänien. Die Airbus-Tochter fertigt unter anderem Rumpfteile und Leichtbaukomponenten aus Kohlefaser.

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Airbus prüft seit einiger Zeit den Verkauf dieser Konzerntochter. Der europäische Luftfahrtkonzern hatte zudem kürzlich bekannt gegeben, dass wegen der Auftragsflaute beim Passagierjet A380 und dem Militärtransporter A400M bis zu 3.700 Stellen in Deutschland und drei anderen europäischen Ländern auf dem Prüfstand stehen. (dpa/apa/red)

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