Personalia

Mit Martina Merz könnte erstmals eine Frau den Aufsichtsrat von Thyssenkrupp leiten

Die gerade erst in das Kontrollgremium des Industrieriesen Thyssenkrupp einberufene Managerin Martina Merz, die früher bei Bosch gearbeitet hat, kann Eingeweihten zufolge als Chefin des Aufsichtsrats ernannt werden.

An die Spitze des ThyssenKrupp-Aufsichtsrats könnte Insidern zufolge erstmals eine Frau rücken. Die gerade erst in das Kontrollgremium berufene ehemalige Bosch-Managerin Martina Merz kann sich Insidern zufolge Hoffnungen auf das Spitzenamt machen, sagten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Merz habe im Poker um den Aufsichtsratsvorsitz gute Karten. Der "Platow Brief" hatte bereits über solche Überlegungen berichtet.

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Eigentlich hatte Daimler-Manager Bodo Uebber Insidern zufolge in den ThyssenKrupp-Aufsichtsrat einziehen und schließlich auch die Nachfolge des derzeitigen Aufsichtsratschefs Bernhard Pellens antreten sollen. Dieser Plan war aber gescheitert. Nun könnte Merz Pellens nachfolgen, sagten die Insider. Sie ist auch Aufsichtsrätin bei der Lufthansa sowie Vorsitzende des Boards of Directors beim Autozulieferer SAF-Holland.

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Merz war erst im November in den ThyssenKrupp-Aufsichtsrat berufen worden, die Hauptversammlung des Konzerns Anfang kommenden Jahres soll sie bestätigen.

Die Einladung für das Aktionärstreffen wird in der kommenden Woche erwartet - sie könnte bereits Klarheit über die Personalie bringen, sagte einer der Insider. Ein ThyssenKrupp-Sprecher lehnte einen Kommentar ab und verwies auf die anstehende Einladung.

Der Aufsichtsrat muss die Aufspaltung des Konzerns begleiten und die Pläne weiter unter die Lupe nehmen. Vorstandschef Guido Kerkhoff will ThyssenKrupp in eine Industrial AG um die lukrative Aufzugssparte und eine Materials AG aufteilen, zu der unter anderem die Beteiligung an dem geplanten Stahl-Joint-Venture mit Tata Steel gehören soll. Der amtierende Aufsichtsratschef Bernhard Pellens kann den Chefposten aus Gründen der guten Unternehmensführung nur bis 2020 ausüben. (reuters/apa/red)

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