Elektroautos

Ministerin Gewessler: Für ÖBB und Asfinag nur mehr Elektroautos

Bei allen direkten Beteiligungen des Ministeriums für Umwelt und Verkehr stellt Ministerin Gewessler die Beschaffungspolitik um: Als Dienstwagen werden nur mehr Elektroautos angeschafft. ÖBB und Asfinag betonen, dass das ihnen gefällt.

Bei allen direkten Beteiligungen des Klimaschutzministeriums wird auf emissionsfreie Mobilität umgestellt. Es sollen keine Dienstwagen mit Verbrennermotoren mehr beschafft werden. Dies kündigte Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) bei einer Pressekonferenz an. Das endgültige Aus für die Neuzulassung von Verbrennungsmotoren in der öffentlichen Beschaffung (außer Sonderfahrzeuge, Einsatzfahrzeuge und Bundesheer) erfolgt laut Regierungsprogramm ab 2027.

Die Klimakrise würde die große Frage unserer Zeit bleiben und ein Hebel sei der Verkehr, bekräftigte die Ressortchefin. Dieses System sei derzeit im Wandel begriffen, was auch die Autohersteller erkannt hätten und statt auf das Auslaufmodell Verbrenner auf Elektro setzen würden. Während sie selbst mit gutem Beispiel vorangeht, werden sich auch viele Führungskräfte darauf einstellen müssen, nicht automatisch über einen Dienstwagen zu verfügen.

Aufgrund dieser neuen Car-Policy werden diese nach Notwendigkeit durchleuchtet. Nur wo man nicht mit den Öffis oder Car-Sharing auskommt, soll ein E-Fahrzeug angeschafft werden. Betroffen sind Asfinag, Austro Control, AustriaTech GmbH, GKB GmbH, ÖBB Holding AG, Schienen Control GmbH, SCHIG, Umweltbundesamt GmbH und via donau.

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ÖBB und Asfinag finden nur positive Worte

"Elektro-Mobilität ist in unserer DNA", bekräftigte ÖBB-Chef Andreas Matthä, der mit Mitte des Jahres ebenfalls seinen Dienstwagen abgeben wird. Aber auch jene für die anderen Führungskräfte der Bundesbahnen werden sukzessive abgeschafft und durch einen Pool an E-Fahrzeugen ersetzt. Überdies wird ein Mobilitätskonto per App angeboten, mit dem sowohl die ÖBB-Mitarbeiter, als auch die Kunden nach der Reise mit der Eisenbahn "für die letzte Meile" auf E-Autos, E-Fahrrädern oder E-Scootern sowie Taxis zurückgreifen können.

Die Asfinag versteht sich laut ihrem Vorstand Hartwig Hufnagl ebenfalls als Teil der Mobilitätswende. Seit Jahresbeginn werden nur mehr E-Autos beschafft und die gesamte Pkw-Flotte von aktuell 513 Stück bis 2025/26 entweder komplett umgestellt oder reduziert sein. Denn unter dem Motto "Digital first" sollen Dienstreisen so weit wie möglich vermieden werden. Aber man will auch an die privaten Elektroautos denken: Während es derzeit im höherrangigen Straßennetz alle 100 km eine Ladestation gibt, soll diese Distanz bis 2022 auf zunächst 65 und später 40 Kilometer reduziert werden. (apa/red)