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Themen: BMF-Info zur steuerlichen Behandlung von für Anteilsinhaber angeschafften bzw. hergestellten Immobilien und steuerliche Anreize für E-Mobilität

Steuer Steuertipp Grant Thornton Elisabeth Ludwig Matthias Jancura

Das BMF hat seine bisherige Rechtsansicht betreffend der Wurzelausschüttung für Immobilien, die für Anteilsinhaber angeschafft oder hergestellt wurden, revidiert, wonach in solchen Fällen eine verdeckte, steuerpflichtige Gewinnausschüttung der gesamten Anschaffungs- oder Herstellungskosten angenommen wurde.

Diese Ansicht war jedoch nie in der Rechtsprechung des VwGH gedeckt. Fortan wird nun im BMF die Meinung vertreten, dass von Kapitalgesellschaften bzw. Privatstiftungen angeschaffte oder hergestellte Immobilien ertragsteuerlich auch diesen (und nicht den Anteilsinhabern) zuzurechnen sind. Es kann daher lediglich aus einer zu geringen oder gar keiner Miete zu einer verdeckten Gewinnausschüttung kommen.

Neben der Förderaktion Elektro-PKW, bei der seit 1.3.2019 in einem zweistufigen Verfahren Förderungen für Privatpersonen und Betriebe gewährt werden, sprechen auch aus steuerlicher Sicht mehrere Gründe für Elektromobilität.

Einerseits entfallen die Normverbrauchsabgabe (NoVA) und die motorbezogene Versicherungssteuer, wovon sämtliche Steuerzahler profitieren. Andererseits haben Unternehmer den Vorteil, dass bei Anschaffungskosten bis 40.000 Euro (inkl. USt) der volle und darüber hinaus bis 80.000 Euro ein aliquotierter Vorsteuerabzug möglich ist. Ladestationen und Strom als Treibstoff berechtigen sogar zum vollen Vorsteuerabzug. Zudem entfällt bei Privatnutzung eines betrieblichen Elektro-PKW der Sachbezug.

Matthias Jancura, LL.B., ist Associate bei Grant Thornton Austria.