Luftfahrtindustrie

Milliardenschwerer Rückschlag für Airbus

Bei einem rund zwölf Milliarden Dollar schweren Auftrag zieht der europäische Flugzeugbauer gegen seinen amerikanischen Konkurrenten Boeing den Kürzeren. Damit fehlen den wichtigen Modellen A350 und A330neo weiter Kunden.

Boeing hat sich im Rennen um einen Flugzeug-Großauftrag der US-Fluggesellschaft American Airlines gegen den Erzrivalen Airbus durchgesetzt. American Airlines bestellte nach Angaben vom Freitag 47 Maschinen des Typs 787. "Es war eine schwierige Entscheidung zwischen der Boeing 787 und den Airbus-Modellen A350 und A330neo", erklärte American Airlines-Präsident Robert Isom.

Der Auftrag zum Listenpreis von mehr als zwölf Milliarden Dollar (9,79 Mrd. Euro) ist ein Rückschlag für den A330neo, für den Airbus bisher keine Kunden gefunden hat. Erst vor wenigen Wochen hatte Hawaiian Airlines einen Auftrag über sechs A330-800neo zugunsten des 787 zurückgezogen.

Airbus erwartet ein sattes Plus beim Vorsteuerergebnis

Airbus geht trotz des Wechsels auf andere IFRS-Standards davon aus, dass das Vorsteuerergebnis um rund 20 Prozent zulegen wird. Demnach soll das bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) 2018 um rund 20 Prozent auf 5,1 Mrd. Euro zulegen. Voraussetzung dafür sei aber weiterhin, dass der Konzern rund 800 Flugzeuge ausliefern könne.

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Airbus schnitt 2017 besser ab als die meisten Analysten erwartet hatten. Das bereinigte Ebit stieg um acht Prozent auf 4,25 Mrd. Euro. Der Konzern hatte bereits im Februar erklärt, die Erreichung der Ergebnisprognose hänge davon ab, ob die Triebwerkshersteller ihre Lieferverpflichtungen einhielten.

(red/reuters/apa)