Ölverarbeitung

Milliardenprojekt: Borealis will mit Total zwei Fabriken in Texas bauen

Der in Wien ansässige Chemiekonzern Borealis will gemeinsam mit dem französischen Erdölriesen Total zwei Petrochemiefabriken in Texas bauen. Geplant ist ein Ethylencracker und eine Anlage für die Produktion von Polyethylen. Das Volumen des Projekts beläuft sich auf deutlich über 1,6 Milliarden Euro.

Der in Wien ansässige Chemiekonzern Borealis und seine Schwesterfirma Nova Chemicals wollen mit dem französischen Energiekonzern Total ein Joint Venture zur Errichtung zweier Petrochemiefabriken in Texas gründen. Ein Vorvertrag sei bereits unterzeichnet worden, das Joint Venture soll bis Ende 2017 gegründet werden, teilte Borealis mit.

Diese Projekte sind geplant

Das Joint Venture soll zwei Standorte im südlichen Bundesstaat Texas bauen. Erstens in Port Arthur einen Ethylencracker mit einer Jahreskapazität von einer Million Tonnen. Zweitens in Bayport eine Polyethylen-Anlage mit 625.000 Tonnen Kapazität pro Jahr. In Bayport betreibt Total bereits eine Polyethylen-Anlage mit einer Gesamtkapazität von 400.000 Tonnen.

Allein der neue Cracker hat nach Angaben von Total einen Investitionswert von 1,7 Mrd. Dollar (1,57 Mrd. Euro), er soll 2020 in Betrieb gehen.

White Paper zum Thema

Borealis, Gemeinschaftsprojekt: Die Besitzverhältnisse

Borealis gehört zu 64 Prozent der International Petroleum Investment Company (IPIC, Abu Dhabi), 36 Prozent der Anteile hält die österreichische OMV. Die kanadische Nova Chemicals ist eine 100-Prozent-Tochter der IPIC. An dem geplanten Joint Venture wird die Total Petrochemicals und Refining USA 50 Prozent halten.

Ethylen, Polyethylen: Zentrale Materialien der Industrie

Ethylen ist als Material für die chemische Industrie von zentraler Bedeutung. Die gasförmige Verbindung gehört zu den am häufigsten produzierten organischen Chemikalien der Welt. Sie dient als Basis in der Weiterverarbeitung, unter anderem als Polyethylen. Der größte Teil von Ethylen geht heute in die Produktion unterschiedlicher Kunststoffe.

(red/apa)

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