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Milliardenbetrug von P&R: Klage gegen steirischen Container-Vermittler

Nach Milliardenbetrug und -pleite der deutschen Containerfirma P&R hat der Anlegerschutzverein Cobin Claims eine Klage gegen einen steirischen Container-Vermittler auf den Weg gebracht.

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Nach Milliardenbetrug und -pleite der deutschen Containerfirma P&R hat der Anlegerschutzverein Cobin Claims eine Klage gegen einen steirischen Container-Vermittler auf den Weg gebracht. "Wir erhoffen uns, dass hier die Gerichte schnell Rechtssicherheit für betroffene Anleger schaffen und das investierte Geld am Klagsweg wieder zurückgeführt werden kann", sagte COBIN-claims-Chef Oliver Jaindl.

Die deutsche P&R mit Sitz in München hatte die Vermietung von Containern als Geldanlage angeboten, insgesamt 54.000 Kunden hatten zuletzt 3,5 Mrd. Euro investiert.

Nach dem zuletzt kommunizierten Ermittlungsstand handelte es sich zu einem beträchtlichen Teil um Scheingeschäfte - knapp zwei Drittel der angeblich vermieteten 1,6 Millionen Container existierten gar nicht. Im Frühjahr hatten deswegen die vier zur P&R-Gruppe gehörenden deutschen Gesellschaften Insolvenz angemeldet. Wie viel Geld unwiederbringlich verloren ist, steht noch nicht fest. Mit der Vermietung der existierenden 630.000 Container könnten möglicherweise noch hohe Erlöse erzielt werden.

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"Im bereits anhängigen Verfahren gegen einen steirischen Vermittler stützen wir uns auf Falschberatung durch den Vermittler", so Rechtsanwalt und Mitglied des Beirats bei COBIN claims, Wolfgang Haslinger, am Montag in einer Aussendung. Bei der Investition in die Schiffscontainer sei vom Vermittler die besondere Sicherheit dieser Veranlagung hervorgehoben worden, weil den Anlegern Eigentum an den Containern versprochen wurde. (apa/red)

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