Waffen

Milliardenbestellung: Slowakei kauft amerikanische Kampfflugzeuge

Die Regierung der Slowakei entscheidet sich fpr den Kauf von 14 amerikanischen F16-Kampfflugzeugen. Der Auftrag ist 1,6 Milliarden Euro schwer. Dabei habe es gar keine Ausschreibung gegeben, so die Opposition.

Die slowakische Regierung hat den milliardenschweren Kauf von 14 amerikanischen F16-Kampfflugzeugen beschlossen. Wie der sozialdemokratische Regierungschef Peter Pellegrini nach der Sitzung seines Kabinetts erklärte, werde demnächst ein entsprechender Vertrag mit der US-Regierung unterzeichnet.

Angeblich günstiger als das Angebot aus Schweden

Es geht um eine Kaufsumme von 1,589 Milliarden Euro. Das von der amerikanischen Regierung vorgelegte Angebot sei leicht günstiger gewesen als ein schwedisches Konkurrenzangebot für den Typ JAS-39 Gripen. Die Flugzeuge sollen in dem seit 2004 zur NATO gehörenden ex-kommunistischen Land die russischen MiG-29 ersetzen.

Der Flugzeugkauf ist Teil des größten Aufrüstungsprogramms seit der Unabhängigkeit der Slowakei 1993. Zu den geplanten und teils schon vereinbarten Anschaffungen gehören auch Panzerhaubitzen, gepanzerte Transportfahrzeuge, Hubschrauber, Transportflugzeuge und Radarsysteme.

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Der von der rechtspopulistischen Nationalpartei SNS nominierte Verteidigungsminister Peter Gajdos lobte die von ihm empfohlene Entscheidung zugunsten der F-16 als "historisches Projekt" und das amerikanische Angebot als "konkurrenzlos".

Opposition: Es gab überhaupt keine Ausschreibung

Auch Medien hatten seit Monaten darauf hingewiesen, dass es für den Kauf wie für fast alle derzeit laufenden Rüstungsaufträge keine offizielle Ausschreibung gegeben habe und auch nichtmilitärische Aspekte der Geschäftsvereinbarungen geheim gehalten würden. Die liberale Partei SaS kündigte an, im Falle eines späteren Regierungswechsels alle Rüstungsaufträge auf den Verdacht der Korruption und Überteuerung hin zu überprüfen. (dpa/apa/red)