Bahnindustrie

Milliardenauftrag der Londoner U-Bahn für Siemens

Siemens liefert der Stadt London U-Bahn-Züge im Wert von 1,7 Milliarden Euro. Vorgesehen ist der Bau von 94 Zügen, teilt die Sparte Siemens Mobility mit. Besonders interessant ist die Frage, wo diese Garnituren gebaut werden - aber das ist derzeit noch offen.

Die Londoner U-Bahn bekommt von 2023 an neue Siemens-Züge für die viel frequentierte "Piccadilly Line". Die 94 Züge von Siemens Mobility sollen die derzeit eingesetzte Flotte aus den 1970er Jahren ersetzen, teilte der Industriekonzern mit.

Welches Werk produziert, ist offen

Wo die Züge produziert werden, ist offen. Siemens Mobility und Transport for London, die Muttergesellschaft der London Underground, prüften eine Fertigung in Großbritannien, hieß es in der Mitteilung. Im März hatte Siemens Mobility Pläne für eine Zug-Produktion in Goole in East Yorkshire vorgestellt, wo bis zu 700 Arbeitsplätze entstehen sollen.

Siemens verfügt in Österreich über große Kapazitäten in genau diesem Bereich. Aktuell zu Siemens Österreich und der Produktion von U-Bahnen: 

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Eckdaten zum Großauftrag

London Underground zahle rund 1,5 Mrd. Pfund (1,7 Mrd. Euro) für die Züge, die Versorgung mit Ersatzteilen in den folgenden 40 Jahren sowie technische Unterstützung. 1,54 Mrd. Euro könne Siemens sofort als Auftragsvolumen buchen, den Rest über die Laufzeit des Servicevertrages. Die Züge basieren auf der "Inspiro"-Plattform, die unter anderem schon in München und Warschau im Einsatz ist.

London Underground will die Kapazität auf der 73 Kilometer langen Strecke der Piccadilly Line erhöhen, die unter anderem den Flughafen Heathrow mit der Innenstadt verbindet und täglich von 700.000 Passagieren benutzt wird. Von 2026 an sollen dort zur Hauptverkehrszeit 27 Züge pro Stunde fahren. Bisher sind es 24. (reuters/apa/red)

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