Industrieproduktion

Metalltechnische Industrie in Österreich: Solides Wachstum

Die metalltechnische Industrie in Österreich hat im Vorjahr ein leichtes Produktionsplus erwirtschaftet und blickt mit Zuversicht auf die Entwicklung des laufenden Jahres. Das Ziel sei nun ein "Produktionswachstum von über zwei Prozent", um die nötigen Investitionen zu tätigen, so der Fachverband.

Die Metalltechnische Industrie blickt zuversichtlich in das 1. Halbjahr 2017. Laut den vorläufigen, hochgerechten Zahlen für 2016 lag der Produktionswert bei 36 Mrd. Euro, das ist ein Plus von 1,32 Prozent (preisbereinigt +0,47 Prozent).

Das Wachstum sei 2016 angesichts der internationalen Rahmenbedingungen solide gewesen, so Christian Knill, Obmann des Fachverbands Metalltechnische Industrie. Es gelte nun, den Schwung zu nützen und die politischen Rahmenbedingungen weiter zu verbessern, forderte der Interessensvertreter.

Der Obmann des Fachverbands schlägt dazu vor, die Lohnnebenkosten weiter zu senken und die Arbeitszeiten weiter zu flexibilisieren. Das seien die effektivsten Hebel, um das Wachstum in der metalltechnischen Industrie abzusichern, glaubt Knill: "Unser Ziel muss ein Produktionswachstum von über zwei Prozent sein."

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Mehrheit der Betriebe rechnet 2017 mit weiter anziehenden Geschäften

Die im Rahmen des WIFO-Konjunkturtests befragten Unternehmen der metalltechnischen Industrie rechnen für die nächsten sechs Monate mehrheitlich mit einer positiven Geschäftsentwicklung. Laut dem Fachverband deuten alle Indikatoren auf eine nachhaltigere Erholung hin.

Die Auftragseingänge der metalltechnischen Industrie sind 2016 mit 32,4 Mrd. Euro (preisbereinigt +1,15 Prozent) im Vergleich zur Vorjahresperiode gestiegen. Auch der Beschäftigtenstand lag 2016 mit 129.400 um 1,1 Prozent über dem Vorjahreswert.

Exportquote von 80 Prozent

Die Exportquote lag bei knapp 80 Prozent. Die wichtigsten Handelspartner 2016 waren Deutschland mit rund 7 Mrd. Euro in den ersten drei Quartalen 2016 (+ 2,6 Prozent), die USA mit rund 2 Mrd. Euro (-3,4 Prozent) und Frankreich mit rund 1,2 Milliarden (+12 Prozent).

Die heimischen Maschinenbauer erzielten 2016 einen Produktionswert von rund 19 Mrd. Euro und ein Produktionswachstum von preisbereinigt rund 1,9 Prozent. Im Maschinenbau sind hierzulande mehr als 75.000 Menschen beschäftigt. Der Maschinenbauer-Branchenausblick zeigt ein Plus bei den Auftragseingängen von September bis November 2016 von 4,4 Prozent.

Traditionell gelten die Kollektivvertrag-Abschlüsse in der Metallindustrie als richtungsweisend für alle anderen Arbeitnehmer in Österreich. (apa/red)

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