Blitzbefragung

Metalltechnische Industrie im Juli: Viel Luft nach oben

Für das dritte Quartal rechnen die Unternehmen zwar mit einer Verbesserung, nicht jedoch mit dem erhofften V-förmigen Aufschwung, geht aus der dritten Blitzbefragung der Metalltechnischen Industrie hervor. 

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"Das vierte Quartal wird nur mit einer minimalen Steigerung prognostiziert", sagt Martin Baminger, Konjunkturexperte der Metalltechnischen Industrie. Für das vierte Quartal rechnen die Unternehmen nicht mehr mit einer wesentlichen Steigerung. Für das Gesamtjahr hieße das momentan eine Einschätzung von minus 21,5 Prozent beim Umsatz. 

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Die Auftragslage ist momentan in allen drei Branchen nach wir vor sehr schwach. Ein Aufwärtszacken im Juni gegenüber dem Mai bestätigt, dass die Bodenbildung schon stattgefunden hat. Auch gegenüber dem Aprilwert hat sich Lage leicht verbessert. 

Der Einkaufsmanagerindex (EMI) stieg im Juni auf 46,5 Punkte, den höchsten Wert seit Beginn der Coronakrise. Er liegt jedoch weiterhin klar unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Der Rückgang des Neugeschäfts reduzierte sich deutlich, daher verringerten die österreichischen Betriebe ihre Produktionsleistung nicht mehr so stark wie in den vergangenen drei Monaten. Die Erholung des EMI ist im Vergleich zu 2008/2009 rasant, allerdings bedeutet der aktuelle Wert immer noch keine Entwarnung.

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Aktuell sind 28 Prozent der Beschäftigten der Metalltechnischen Industrie noch in Kurzarbeit. 37 Prozent der Unternehmen planen trotz Kurzarbeit einen Personalabbau. Liquiditätsengpässe gehen deutlich zurück, sind aber immerhin noch bei 37 Prozent ein Thema. Probleme bei den Lieferketten steigen wieder leicht auf 33 Prozent an. 

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