Metallindustrie

Metallindustrie: Chinese in der Schweiz wegen Untreue verurteilt und des Landes verwiesen

Der frühere Chef des Schweizer Metallunternehmens Baoshida Swissmetal ist wegen Untreue zu 24 Monaten bedingter Haft verurteilt worden. Er wurde zudem für fünf Jahre des Landes verwiesen. Ein Schweizer will das Unternehmen kaufen - doch eine chinesische Großbank blockiert.

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Der frühere Verwaltungsratspräsident des Schweizer Metallunternehmens Baoshida Swissmetal ist wegen ungetreuer Geschäftsführung in einem vereinfachten Verfahren zu 24 Monaten Gefängnis bedingt verurteilt worden. Der Chinese habe sich verpflichtet, der Firma fast 20,5 Mio. Franken (18,3 Mio. Euro) zurückzahlen.

Chinese für fünf Jahre des Landes verwiesen

Der Verurteilte wurde zudem für fünf Jahre des Landes verwiesen, wie Maurice Paronitti, Richter am Wirtschaftsgericht Berner Jura-Seeland, einen Bericht der Tageszeitung "Journal du Jura" bestätigte.

Der Verurteilte hat bereits mehrere Monate in Untersuchungshaft verbracht. Er habe die Existenz der Firma, die 160 Mitarbeiter in Reconvilier und Dornach beschäftigte, aufs Spiel gesetzt. Baoshida Swissmetal befindet sich derzeit bis am 22. Juli in Nachlassstundung.

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Chinesische Bank blockiert Übernahme durch Schweizer

Ein Schweizer Industrieller will das Unternehmen für 9 Mio. Franken kaufen. Der Deal wird aber durch den Hauptgläubiger, die China Development Bank (CDB), blockiert. Bei dieser Bank hatte der frühere Verwaltungsratspräsident ein Darlehen von 15 Mio. Euro aufgenommen. (sda/apa/red)

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