Kollektivvetrträge

Metaller-KV: Wifo-Chef erwartet ein höheres Lohnplus als zuletzt

Bei den laufenden Verhandlungen zum Metaller-KV erwartet Wifo-Chef Christoph Badelt höhere Abschlüsse als in den vergangenen Jahren. Zuletzt hatte auch Ewald Nowotny von der OeNB die Fünf-Prozent-Forderung "als nicht besonders überschießend" eingestuft.

Für die seit kurzem laufenden Metaller-Kollektivvertragsverhandlungen rechnet Wifo-Chef Christoph Badelt mit "höheren Lohnerhöhungen als in der Vergangenheit". Dies sagte er kürzlich im ORF-Radio. Zu einer konkreten Größenordnung hielt er sich wie auch im Konjunkturpressegespräch bedeckt, das Aushandeln der Löhne sei Angelegenheit der Sozialpartner.

Die Lohnverhandlungen "sollten aber auf einem einheitlichen Bild basieren, was die Zahlen betrifft - dann ziehen wir uns zurück", hatte Badelt vor Journalisten gemeint. "Wir werden als Wirtschaftsforscher sicher nicht den Sozialpartnern sagen, was sie da abschließen sollen", meinte er im Radio.

Üblicherweise sehe man sich dabei das Produktivitätswachstum und die Inflation an, so Badelt. "Ich gehe davon aus, dass es schon zu höheren Lohnerhöhungen als in der Vergangenheit kommen wird. Aber viel mehr kann ich dazu eigentlich nicht sagen."

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Die Metaller fordern fünf Prozent mehr Lohn, jedoch spielt da auch das neue Thema der Möglichkeit eines 12-Stunden-Arbeitstages bzw. einer 60-Stunden-Woche hinein, über das die Gewerkschafter sehr verärgert sind.

Notenbank-Gouverneur Ewald Nowotny hatte die Forderung in der TV-"Pressestunde" kürzlich "als nicht besonders überschießend" klassifiziert: "Wir haben eine relativ lange Zeit gehabt mit ziemlich zurückhaltender Lohnpolitik. Wenn ich mir das jetzt für das Jahr 2018 ansehe, so haben wir ungefähr drei Prozent Wachstum, ungefähr zwei Prozent Inflation, das heißt, ungefähr ein Nominalwachstum von fünf Prozent. Das würde ich als nicht besonders überschießend betrachten, was die Lohnerhöhung betrifft." Mehr dazu: OeNB-Chef Nowotny: Forderungen der Metaller sind nachvollziehbar >>

Wifo-Chef Badelt wollte sich zu dem Nowotny-Statement im Radio nicht äußern: "Ich gehe Ihnen jetzt nicht so leicht in die Falle, dass ich das so direkt kommentiere." (apa/red)

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