Kollektivverträge

Metaller-KV: Mehr Lohn für Stahlarbeiter, Fahrzeugbau, Gastechniker

Nach dem Fachverband der Maschinenbau- und Metallwarenindustrie haben sich nun auch die Verbände Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen sowie der Fahrzeugindustrie und Bergbau-Stahl auf einen Kollektivvertrag für 2017 geeinigt.

Nach der Einigung der Sozialpartner in der Maschinenbau- und Metallwarenindustrie auf einen neuen Kollektivvertrag haben sich nun auch die Verbände Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen sowie der Fahrzeugindustrie und Bergbau-Stahl auf einen Kollektivvertrag für 2017 geeinigt. Sie erhalten um 1,67 Prozent mehr Lohn und Gehalt, wobei die untersten Einkommensschichten 2 Prozent mehr bekommen (Lehrlinge plus 1,75 Prozent).

Die Karenzzeiten werden künftig in vollem Ausmaß auf dienstzeitabhängige Ansprüche angerechnet, ebenso werden die Fahrtkosten zum Berufsschulinternat übernommen, sofern diese nicht bereits von öffentlichen Förderungen abgedeckt sind. Die KV-Erhöhung gilt für ein Jahr und beginnt mit 1. November 2016.

Eine zusätzliche Freizeitoption

Wie auch in der Fahrzeugindustrie einigten sich im Bergbau die Sozialpartner zusätzlich auf eine Freizeitoption - sprich wer auf die IST-Erhöhung verzichtet, bekommt rund fünf Tage zusätzlich frei. Die Vereinbarung erfolgt freiwillig auf Betriebsebene, eine Bezahlung unter dem Kollektivvertrag ist nicht möglich - daher kann die Freizeitoption nur nützen, wer mehr als den Kollektiv-Lohn verdient.

White Paper zum Thema

Am Mittwoch gehen die KV-Verhandlungen für die 500.000 Handelsangestellten weiter. Sie erhalten derzeit einen Mindestlohn von 1.500 Euro brutto, bei den Metallern sind es künftig 1.785 Euro im Monat. (APA/red)