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Merck rüstet sich für die feindliche Übernahme von Versum

Der deutsche Merck-Konzern ist im Bieterwettbewerb um den US-Halbleiterzulieferer Versum nun bereit für eine feindliche Übernahme.

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Der deutsche Merck-Konzern ist im Bieterwettbewerb um den US-Halbleiterzulieferer Versum nun bereit für eine feindliche Übernahme. Die Deutschen wandten sich erneut an die Aktionäre von Versum, indem sie ein vorläufiges Statement bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC einreichten.

Merck forderte darin alle Anteilseigner dazu auf, auf einer künftigen außerordentlichen Hauptversammlung von Versum gegen das konkurrierende Angebot des US-Spezialchemiekonzerns Entegris zu stimmen. Merck sei überzeugt, dass die geplante Fusion zwischen Versum und Entegris "nicht die beste Option" für die Aktionäre und dass das eigene Angebot von 48 Dollar (42,69 Euro) je Versum-Aktie überlegen sei.

Merck hatte jüngst überraschend 5,2 Mrd. Euro in bar für Versum geboten. Der Halbleiterzulieferer soll das schwächelnde Geschäft der Darmstädter mit Spezialchemie stärken. Versum hatte sich jedoch schon im Jänner mit Entegris auf eine vier Mrd. Dollar schwere Fusion per Aktientausch geeinigt und wies das Angebot von Merck ab. Daraufhin warben die Deutschen schon in einem Brief um die Aktionäre.

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Merck-Chef Stefan Oschmann hatte auf der Bilanzpressekonferenz vergangene Woche betont, man sei entschlossen für die Übernahme von Versum. Man stehe "zu 100 Prozent" dazu. Merck forderte nun erneut das Management von Versum zu Übernahme-Verhandlungen auf. (dpa/apa/red)

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