Elektronik

Melecs übernimmt die Mehrheit am Werk von Prettl in Mexiko

Elektronikdienstleister Melecs betritt den nordamerikanischen Markt: Die Österreicher übernehmen einen Anteil von 70 Prozent am Standort des deutschen Herstellers Prettl in Mexiko. Dort soll der Schwerpunkt auf Weißware liegen und Kunden in der Autoindustrie sowie in anderen Branchen beliefert werden.

Der heimische Elektronikdienstleister Melecs weitet seine Geschäftstätigkeit nach Nordamerika aus. Ende Dezember haben die Österreicher 70 Prozent sowie die unternehmerische Führung an der Prettl Electronics Queretaro in Mexiko übernommen. Die deutsche Prettl-Gruppe bleibe Minderheitsaktionär und strategischer Partner, teilte Melecs EWS mit. Kaufpreis wurde keiner bekanntgegeben.

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"Melecs gewinnt damit neue Kunden in den Business Units 'White Goods', 'Automotive' und 'Industry' und kann bestehenden Kunden ab sofort Fertigungskapazitäten in Nordamerika anbieten", so das Unternehmen.

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Die Allianz mit der Prettl-Gruppe, mit der Melecs bereits seit langem zusammenarbeitet, soll insbesondere im Bereich Weißware (Haushaltsgeräte) ausgebaut werden. Diese Mehrheitsbeteiligung stelle einen wichtigen weiteren Schritt zur internationalen Positionierung dar, so der CEO von Melecs EWS, Bernhard Pulferer.

Melecs beschäftigt insgesamt 1.200 Mitarbeiter und betreibt Elektronikwerke in Siegendorf (Burgenland), Lenzing (Oberösterreich) sowie in Ungarn (Györ), China (Wuxi) und jetzt auch Mexiko. In den USA (Auburn Hill) gibt es ein Vertriebs- und Entwicklungsbüro, in Wien einen Entwicklungsstandort. (apa/red)

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