Nutzfahrzeuge

Mehr Spezialfahrzeuge: MAN strukturiert seinen Standort Steyr um

MAN hat im Vorjahr in seinem Werk in Oberösterreich den Umsatz auf 1,2 Milliarden Euro gesteigert. Derzeit läuft eine Umstrukturierung: Die Fertigung von Fahrerhäusern geht schrittweise ganz nach München. Dafür soll sich der Bau von Sonderfahrzeugen in Steyr fast verdreifachen.

Das MAN-Werk in Steyr hat 2016 den Umsatz von 1,1 auf 1,2 Mrd. Euro gesteigert, mit rund 16.000 leichten und mittleren Lkw wurden um 800 Fahrzeuge mehr als 2015 gebaut. Die Fahrerhaus-Fertigung ging von 25.500 auf 22.000 zurück, ab Ende 2018 soll diese zur Gänze in München stattfinden.

Höhere Produktion im Sonderfahrzeugbau und Leichtbau

Der Sonderfahrzeugbau soll sich dafür von zuletzt 1.400 auf 4.000 Spezialfahrzeuge fast verdreifachen, wie die "Oberösterreichischen Nachrichten" kürzlich berichtet haben. Und der Leichtbau mit einer Kunststofflackierung und der Sonderfahrzeugbau von MAN Bus & Truck wandern nach Steyr.

Die Auftragslage sei "gut und stabil", so Produktionsgeschäftsführer Thomas Müller gegenüber der Zeitung. Das Unternehmen befindet sich nach wie vor in einem 2105 eingeleiteten Umstrukturierungsprozess. 100 Mio. Euro sollen bis 2018 in den Umbau des Standorts fließen.

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Umbau soll ohne Personalabbau geschehen

Das Werk zählt derzeit inklusive Lehrlingen 2.065 Beschäftigte. Der Umbau soll ohne Personalabbau, aber mit Um- und Zusatzqualifizierung stattfinden. Jobs reduziert wurden in der Verwaltung. 200 Mitarbeiter hätten in den vergangenen zwei Jahren freiwillig einen Sozialplan angenommen und das Unternehmen verlassen, so der Bericht. (apa/red)
 

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