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Mehr Gewinn aber weniger Umsatz bei Linz Textil

Linz Textil hat unter anderem wegen der Schließung der Garnproduktion in Linz im ersten Halbjahr deutlich mehr verdient, aber etwas weniger umgesetzt. Das Gesamtjahr soll nur durch Einmaleffekte mit schwarzen Zahlen beendet werden.

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Der börsenotierten Linz Textil blieb unterm Strich ein Gewinn von 2,1 Mio. Euro, nach 1,6 Mio. im Vorjahreszeitraum. Die Umsätze sanken um 2,9 Prozent auf 54,9 Mio. Euro. Der Umsatzrückgang sei dabei "im Wesentlichen auf die Stilllegung der Spinnereiproduktion am Standort Linz und der gleichzeitigen Produktionsverlagerung zum kroatischen Tochterunternehmen zurückzuführen", teilte das Unternehmen mit. Die Kapazitäten wurden zum Teil in das kroatische Werk Klanec verlegt, wo die Personalkosten deutlich niedriger sind. An den übrigen Standorten hätten die Umsätze im ersten Halbjahr zugelegt.

Das Ergebnis vor Steuern stieg durch positive Sondereffekte von 2,1 auf 2,76 Mio. Euro - im Zuge der Werksschließung wurde etwa Anlagevermögen verkauft.

"Das im Frühjahr 2018 eingeleitete Restrukturierungskonzept im Bereich der Halbfabrikate, das durch die Stilllegung der Spinnerei Linz notwendig geworden ist, wird im vierten Quartal abgeschlossen sein", heißt es im Halbjahresbericht. Die dadurch entstandenen Kosten werden heuer zwar am Gewinn lasten, bereits im kommenden Jahr sollen die Maßnahmen aber Früchte tragen. Die Fertigfabrikate, zu denen die Produkte der Marke Vossen gehören, litten im ersten Halbjahr weiter unter den Verlusten im stationären Handel, sollen in der zweiten Jahreshälfte aber "saisonal bedingt und durch Einmalaufträge an das Vorjahresniveau anschließen können".

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Die Eigenkapitalquote sank gegenüber dem Jahresende 2017 (vor Dividendenzahlung) von 76,2 auf 68,5 Prozent, die Bilanzsumme ging um 0,6 Prozent auf 100,6 Mio. Euro zurück. Die Zahl der Mitarbeiter wurde wegen der Schließung in Linz in diesem Zeitraum von 607 auf 576 reduziert.

Im zweiten Halbjahr sieht sich das Unternehmen mit einem anhaltend herausfordernden Marktumfeld konfrontiert. "Auf Konzernebene wird durch Einmaleffekte mit einem positiven Ergebnis Ende 2018 gerechnet." (apa)

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