Industrieproduktion

Mehr Aufträge für Deutschlands Industrie im Februar

Das Auftragspolster der deutschen Industrie ist im Feber - unmittelbar vor Beginn der Coronakrise - dicker geworden. Doch der gute Jahresstart ist inzwischen Makulatur.

Das Auftragspolster der deutschen Industrie ist unmittelbar vor Beginn der Coronakrise dicker geworden. Wegen der anziehenden Nachfrage aus dem Ausland nahm der Auftragsbestand im Februar um 0,1 Prozent zum Vormonat zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Seine Reichweite legte leicht auf 5,8 Monate zu.

Diese gibt an, wie viele Monate die Betriebe bei gleichbleibendem Umsatz ohne neue Bestellungen theoretisch produzieren müssten, um die vorhandene Nachfrage abzuarbeiten.

"Das zeigt, wie gut der Start in das Jahr aus konjunktureller Sicht gelungen ist", sagte DekaBank-Ökonom Andreas Scheuerle. Das sei aber wegen der Coronakrise inzwischen Makulatur. "Stattdessen ist nicht nur mit einem Kollaps der Auftragseingänge, sondern auch mit massiven Stornierungen zu rechnen", sagte Scheuerle. "Der Auftragsbestand und seine Reichweite werden rapide sinken."

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Die Epidemie, die Ende 2019 in der chinesischen Provinzhauptstadt Wuhan begann, hat sich inzwischen zu einer Pandemie ausgeweitet: Weltweit wurden mehr als zwei Millionen Menschen mit dem Virus infiziert, mehr als 140.000 starben. Das treibt wichtige deutsche Handelspartner wie China, die USA und auch die EU in eine schwere Wirtschaftskrise. (reuters/apa/red)

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