Kraftwerkbau

Megaprojekt in Bosnien: Chinesen werfen das Handtuch

In Bosnien ist der Bau eines riesigen Kohlekraftwerks geplant. Ein Konsortium chinesischer Baufirmen, die auch diese Ausschreibung gewinnen konnten, zieht sich aus dem Projekt zurück - offenbar, weil seitens der Behörden absolut nichts weiterging.

Kraftwerkbau Bauindustrie Bosnien-Herzegowina China Großaufträge

Ein chinesisches Baukonsortium, das 2014 den Zuschlag für den Bau eines neuen 450-Megawatt-Blocks des Kohlekraftwerkes in Tuzla im Wert von 1,5 Mrd. Konvertible Mark (761,61 Mio. Euro) erhielt, zieht sich aus dem Projekt zurück. Das berichtete das Internetportal "Klix.ba" unter Berufung auf das Konsortium von Gezhouba Group (CGGC) und Guangdong Electric Power Design Institute (GEDI).

Ein Auftrag mit offiziell 760 Millionen Euro Volumen

Das Scheitern des größten Bauprojektes in Bosnien-Herzegowina seit dem Kriegsende im Jahre 1995 wird auf Behördenhindernisse zurückgeführt.

Wie das chinesische Konsortium erläutert, sei bereits für Anfang des Jahres grünes Licht des Parlamentes der Bosniakisch-Kroatischen Föderation, des größeren Landesteils, für das Bauvorhaben erwartet worden.

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Das ist bis dato nicht passiert. Die Aussichten, dass dies vor den Anfang Oktober anstehenden allgemeinen Wahlen erfolgen könnte, wären "gleich Null", berichtete das Internetportal. (apa/red)

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