Fusion

Mega-Fusion in Chipbranche lässt Infineon-Aktien steigen

Die Chipbranche steht vor einer Mega-Fusion. Um 37 Milliarden Dollar will Avago Technologies den Wettbewerber Broadcom kaufen. Die Fusionsfantasien in der Branche gaben auch anderen Chipaktien Auftrieb. Die im Dax gelisteten Infineon-Papiere legten etwa 4,8 Prozent zu.

Chiphersteller Halbleitherhersteller Avago Broadcom Infineon Fusion

Der fusionierte Konzern soll zunächst auf einen Jahresumsatz von 15 Milliarden Dollar kommen und an der Börse 77 Milliarden Dollar wert sein, wie beide Partner in einer gemeinsamen Mitteilung bekannt gaben. Er soll in Singapur angesiedelt sein. Dort ist bereits einer der beiden Hauptsitze von Avago, der andere ist im kalifornischen San Jose.

Broadcom sitzt bisher in Irvine (Kalifornien). Seine Halbleiter werden unter anderem in Smartphones von Apple und Samsung eingesetzt sowie in Technologien wie Wi-Fi und Bluetooth, die Funkverbindungen zwischen elektronischen Geräten herstellen. Broadcom litt zuletzt unter der scharfen Konkurrenz durch Rivalen wie Qualcomm und MediaTek. Avago produziert Chips für die Mobilfunkbranche und andere Industriebereiche.

Die Broadcom-Aktionäre sollen 17 Milliarden Dollar in bar sowie Avago-Aktien im Wert von 20 Milliarden Dollar (18,4 Milliarden Euro) erhalten. Vor Durchsickern der Übernahmepläne wurde Broadcom nach Reuters-Berechnungen am Dienstag an der US-Technologiebörse Nasdaq mit knapp 29 Milliarden Dollar bewertet und Avago mit 36,5 Milliarden Dollar. (apa/Reuters)

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