Nutzfahrzeugindustrie

Medien: Aufsichtsrat von MAN Steyr votiert für Siegfried Wolf

Laut Zeitungsberichten ist offenbar eine wichtige Vorentscheidung im Ringen um die Zukunft des MAN-Werks in Steyr gefallen. Demnach plädiert der Aufsichtsrat mehrheitlich dafür, das Werk entweder an Siegfried Wolf zu verkaufen oder zu schließen. Offenbar ist das Angebot einer Bietergruppe um den Linzer Unternehmer Karl Egger unberücksichtigt geblieben.

Wie die "Presse" berichtet, ist offenbar eine wichtige Vorentscheidung im Ringen um die Zukunft des MAN-Werks in Steyr (OÖ) gefallen. Bei einer Sitzung habe sich der Aufsichtsrat mehrheitlich dafür ausgesprochen, das Werk entweder an den Investor Siegfried Wolf zu verkaufen oder wie geplant zu schließen. Ein im letzten Moment vorgelegtes Konzept eines Konsortiums um den Linzer Unternehmer Karl Egger (KeKelit) zur Übernahme des Werks sei unberücksichtigt geblieben.

Bestätigung noch offen

Seitens der Belegschaftsvertretung kam am späten Freitagabend weder eine Bestätigung noch ein Dementi. Arbeiterbetriebsrat Erich Schwarz verwies gegenüber der APA darauf, dass er aus der Aufsichtsratssitzung nichts öffentlich berichten dürfe. Für ihn ist die Sache aber offenbar noch nicht durch, denn: "Es gibt eine Betriebsvereinbarung, die nicht kündbar ist" und die Wolf nicht übernehmen wolle.

Betriebsversammlung am 26. März geplant

Schwarz verwies auf die Betriebsversammlung, die nun am 26. März stattfinden soll und bei der Vorstand, Gewerkschaft und Wolf ihre Vorstellungen präsentieren können. Eineinhalb Wochen später sollen die Beschäftigten in einer geheimen Urabstimmung ihre Entscheidung treffen. Die Belegschaftsvertretung hofft nach wie vor, dass es zu Verhandlungen mit der Investorengruppe rund um Egger kommt. (apa/red)

White Paper zum Thema

Aktuell zu diesem Standort:
MAN Steyr: Linzer Unternehmer Karl Egger legt Konzept vor >>   

MAN Steyr: Betriebsrat berichtet von "fast erpresserischen Methoden" >>  
MAN Steyr: Ex-Magna-Chef Wolf rittert mit KeKelit-Chef Egger >>