Chemische Industrie

Massives Sparprogramm bei BASF

Der deutsche Chemieriese spürt derzeit keine Verbesserung der eher gedämpften Geschäftsentwicklung. Das Sparprogramm soll im laufenden Geschäftsjahr eine halbe Milliarde Euro zum operativen Ergebnis beisteuern.

Chemische Industrie BASF Strategie Ergebnisse Martin Brudermüller

Der deutsche Chemiekonzern BASF hat im laufenden dritten Quartal keine Veränderung bei der eher gedämpften Geschäftsentwicklung verspürt. Im Vergleich zum zweiten Quartal habe es keine Besserung gegeben, sagte Vorstandschef Martin Brudermüller auf einer Investorenkonferenz im belgischen Gent.

Im Juli und August seien die Vorzeichen unverändert gewesen. Das gelte auch für die eher schlechte Vorhersehbarkeit, wie und wann Kunden Aufträge vergeben. Die Prognose für das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) bestätigte der Konzern: 2019 wird ein Rückgang von bis zu 30 Prozent erwartet.

Das Sparprogramm soll nach Angaben des Unternehmens bereits im laufenden Geschäftsjahr eine halbe Milliarde Euro zum operativen Ergebnis (Ebitda) beisteuern. Anschließend ist eine Steigerung geplant: Im kommenden Jahr rechnet Brudermüller mit einer Verbesserung des operativen Ergebnisses von bis zu 1,3 Mrd. Euro. Ab 2021 soll das Sparprogramm 2 Mrd. Euro beisteuern. BASF hatte das Programm im November angekündigt. Brudermüller setzt damit vor allem auf schlankere Strukturen und einfachere Abläufe.

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Anfang Juli hatte BASF seine Prognose wegen der Flaute in der Autoindustrie und des Zollstreits zwischen den USA und China kräftig gesenkt. Auch bei der Vorlage der Halbjahreszahlen gut zwei Wochen später zeigte sich der Dax-Konzern weiter pessimistisch.

Im zweiten Quartal war der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um vier Prozent auf 15,2 Mrd. Euro gesunken. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern hat sich mit einer Milliarde Euro fast halbiert. Nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter erhöhte sich der Gewinn nur dank eines Buchgewinns von 1,5 Mrd. Euro im Vorjahr auf 6,5 Mrd. Euro. (dpa/apa/red)