Oberösterreich

Maschinenbauer Wintersteiger macht mehr Gewinn

Der oberösterreichische Konzern Wintersteiger machte im Vorjahr zehn Prozent mehr Vorsteuergewinn. Ein Umsatzplus gab es etwa bei Automation und Metals. Den Maschinenvertrieb baute Wintersteiger mit dem Kauf der deutschen Paul Ernst Maschinenfabrik aus.

Standort Oberösterreich Maschinenbau Wintersteiger

Der oberösterreichische Maschinenbau-Konzern Wintersteiger mit Zentrale in Ried im Innkreis hat 2015 seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Prozent auf 138,9 Mio. Euro gesteigert. Der Gewinn vor Steuern (EBT) erhöhte sich um mehr als 10 Prozent auf 10,5 Mio. Euro, wie das Unternehmen bekannt gegeben hat.

Das Geschäftsfeld Sports, das Produkte und Dienstleistungen für den Verleih und das Service von Ski und Snowboards anbietet, ist mit 40 Prozent Umsatzanteil größte Sparte der Gruppe. Es erzielte bei Umsatz und Ertrag das stärkste Jahr der Firmengeschichte, so Finanzvorstand Harold Kostka. Grund dafür seien wichtige gewonnene Großprojekte sowie ein starker US-Dollar und Schweizer Franken gewesen.

Akquisition der deutschen Paul Ernst Maschinenfabrik

Umsatzsteigerungen wurden auch in den Bereichen Automation und Metals verbucht. Mit der Akquisition der deutschen Paul Ernst Maschinenfabrik GmbH im Jänner 2015 konnte Wintersteiger das Standbein Maschinenvertrieb in der Metals-Sparte ausbauen.

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Man sei zwar weiterhin offen für Zukäufe, 2016 stehe aber im Zeichen kontinuierlicher "Verbesserungen unserer Aufbau- und Ablauforganisation", so Kostka. 2015 wurden Vertrieb, Produktmanagement und Entwicklung der drei Geschäftsfelder am Rieder Standort - Sports, Seedmech und Woodtech - zusammengeführt. Dies solle heuer abgeschlossen werden.

Die Geschäftsbereiche Seedmech und Woodtech mussten 2015 Umsatzeinbußen hinnehmen, was auf die niedrigen Weltmarktpreise für Saatgut und die aktuelle Fusionswelle bei Großkunden beziehungsweise eine zurückhaltende Investitionsneigung in der holzverarbeitenden Industrie zurückgeführt wird.

Die Exportquote lag 2015 bei 83 (2014: 88) Prozent, die F&E-Ausgaben bei 11,4 (2014: 10,8) Mio. Euro. Die Mitarbeiterzahl sank von 942 auf 919 Beschäftigte, 525 davon arbeiten derzeit in Österreich.

Der Vorstand gibt sich optimistisch was die weitere Ergebnisentwicklung betrifft und geht für 2016 von einer ähnlichen Umsatzentwicklung wie 2015 aus. Ein besonderer Schwerpunkt wird 2016 auf der Sparte Metals liegen, betont Technikvorstand Christian Rauscher.

Eckdaten zum Unternehmen

Die Wintersteiger Gruppe ist mit Sports, Seedmech, Woodtech, Automation und Metals in fünf sehr unterschiedlichen Geschäftsbereichen tätig. Gemeinsam ist allen Bereichen die zunehmende Individualisierung. So werden viele der erzeugten Maschinen und Anlagen entweder in Modulbauweise angeboten oder sind bei steigendem Kapazitätsbedarf erweiterbar. Derzeit sucht der Konzern zur Ergänzung des Vorstandsteams einen neuen Ressortvorstand für Vertrieb, Marketing und Service. (APA/red)