Oberösterreich

Maschinen von Wintersteiger trocknen jetzt Masken statt Skihelme

Anlagen des Innviertler Maschinenbauers Wintersteiger trocknen normalerweise Skischuhe und Helme. Jetzt hat der Hersteller seine Maschinen für die Coronakrise adaptiert: Mit Ozon werden Schutzmasken getrocknet und keimfrei gemacht. Trotz Anpassung gibt es auch bei Wintersteiger Kurzarbeit.

Trocknungsschränke des Innviertler Maschinenbaukonzerns Wintersteiger sind normalerweise u.a. für Skischuhe und -helme gedacht. Nun hat man die Technologie für Coronazeiten adaptiert: Mit Ozon werden Schutzmasken getrocknet und weitgehend keimfrei gemacht. 20 Geräte sind schon in Italien im Einsatz, wie das Unternehmen, das mittlerweile ebenfalls Kurzarbeit beantragt hat, berichtete.

20 Trocknungsschränke bereits im Einsatz

Vor einigen Monaten habe ein Konzern, dessen Mitarbeiter in italienischen Spitälern Wartungsarbeiten erledigen, angefragt, ob man ein Produkt zum Desinfizieren von Schutzausrüstung anbieten könne, hieß es bei Wintersteiger. Daraufhin begann man zu tüfteln und entwickelte den Trocknungsschrank. Er basiert auf bereits bestehenden Anlagen, die vom Skiverleih über die Lebensmittelbranche bis hin zu Feuerwehr eingesetzt werden.

Pro Schrank können laut Wintersteiger innerhalb kurzer Zeit Hunderte Masken und Utensilien getrocknet werden. Die Keimreduktion erfolgt mit Ozon. Mehrere Publikationen hätten gezeigt, dass Corona-Viren auf Oberflächen durch den Einsatz von Ozon zerstört werden können, hieß es bei Wintersteiger. Und auch die Erfahrungen aus Italien seien gut. Nun will man die Wirksamkeit speziell für das SARS-CoV-2-Virus aber noch von einem Labor bestätigen lassen.

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Kurzarbeit auch für 600 Mitarbeiter des Innviertler Maschinenbauers

Dennoch - auch wenn man hier eine krisentaugliche Nische gefunden haben dürfte - der Innviertler Maschinenbaukonzern, der weltweit an die 1.000 Mitarbeiter zählt, hat für die rund 600 Beschäftigten an den Österreichischen Standorten mittlerweile ebenfalls Kurzarbeit beantragt. Zuvor gab es einen zweiwöchigen Betriebsurlaub. (apa/red)

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