Maschinenbau

Markus Söder: Neue Hilfen für die Industrie prüfen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bringt neue Hilfen für exportabhängige Industriebranchen ins Spiel. Von der Krise betroffen seien "nicht nur Automobilzulieferer. Das gilt für Luftfahrt, die Raumfahrt und besonders den Maschinenbau."

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bringt angesichts der Corona-Rezession Hilfen für exportabhängige Industriebranchen ins Spiel. Deutschlands Hauptproblem sei, "dass wir unter den internationalen Schwierigkeiten leiden", sagte der CSU-Vorsitzende im ARD-Sommerinterview.

Es gebe keine Alternative zu einer sinnvollen Gesundheitspolitik und der Stärkung der Binnennachfrage. Erwogen werden sollte darüber hinaus aber auch ein "Stützprogramm für die industriellen Branchen, die vom Ausland stark betroffen sind", sagte Söder. "Das sind nicht nur Automobilzulieferer. Das gilt für Luft-, Raumfahrt und besonders den Maschinenbau."

Der CSU-Chef sprach sich außerdem dafür aus, am Instrument der Kurzarbeit festzuhalten. "Ich bin auf jeden Fall dafür, die Kurzarbeit - so lange es notwendig ist - zu verlängern." Das könne Arbeitslosigkeit verhindern. "Ich befürchte, es kommen noch schwierige Zeiten auf uns zu", sagte Söder.

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Die Coronakrise hat das deutsche Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal um 10,1 Prozent einbrechen lassen. Ein so großes Minus hat es bisher noch nicht gegeben. Viele Experten trauen Europas größter Volkswirtschaft aber zu, dass sie im laufenden Sommerquartal die Rückkehr zu Wachstum schafft. (reuters/apa/red)

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