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Marktwert höher als Bombardier: Cannabisverband in Kanada

In Kanada schmieden zwei Unternehmen den weltgrößten Cannabis-Produzenten. Ihr Marktwert übersteigt bereits jenen von Bombardier.

Bombardier Kanada Medizintechnik

In Kanada schmieden zwei Unternehmen den weltgrößten Cannabis-Produzenten. Dafür übernimmt der zweitgrößte Marihuana-Anbieter des Landes, Aurora Cannabis, den kleineren Konkurrenten CanniMed Therapeutics um 852 Mio. Dollar (knapp 690 Mio. Euro). Das teilten beide Firmen mit.

Weltweit ist die Cannabis- Industrie stark in Bewegung. Grund dafür ist, dass immer mehr Länder medizinisches Cannabis erlauben.

Bombardier überholt

Zusammen kommen die beiden Unternehmen auf einen Marktwert von 7,4 Mrd. kanadischen Dollar (fast 4,9 Mrd. Euro), womit sie in der Bewertung den bisher weltweit größten Anbieter Canopy Growth, ebenfalls aus Kanada, überholen aber auch alteingesessene Maschinenbauer wie Bombardier. Canopy Growth hat aber immer noch größere Produktionskapazitäten.

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In Österreich zu medizinischen Zwecken erlaubt

In Österreich sind synthetische Cannabis-Präparate zu medizinischen Zwecken erlaubt, nicht jedoch Marihuana in Pflanzenform. In Deutschland gibt es "Gras" seit März des Vorjahres auf Rezept. Kanada will den Cannabis-Konsum bis Mitte 2018 vollständig legalisieren - als weltweit zweites Land nach Uruguay. Die medizinische Nutzung ist dort schon seit 2001 möglich. In einigen US-Bundesstaaten ist Hanf auch generell - und nicht nur zu medizinischen Zwecken - legal. In den Niederlanden wird der Besitz von 30 Gramm nicht-medizinischem Cannabis toleriert und nicht verfolgt, obwohl der Besitz nach dem Gesetz als Straftat gilt.

Die internationale Entwicklung hat zu zahlreichen Übernahmen unter den Anbietern geführt. Heuer liegt das Transaktionsvolumen bereits bei 1,2 Mrd. Dollar. Das ist mehr als doppelt so viel wie im ganzen Jahr 2017.

Die Aktien der Unternehmen sind auf Höhenflug: Die Anteilsscheine von Aurora legten in den vergangenen drei Monaten um 395 Prozent zu, die Papiere von Cannimed um 257 Prozent. Erste Marktbeobachter warnen bereits vor eine Blase. (reuters/apa/red)