Holztechnologie

Marcus-Wallenberg-Preis für österreichischen Sperrholz-Pionier

Für seine Forschungen zu Brettsperrholz (Cross Laminated Timber) wurde Gerhard Schickhofer von der TU Graz mit dem mit 200.000 Euro dotierten Marcus-Wallenberg-Preis ausgezeichnet.

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Aus der Hand des schwedischen Königs Carl XVI. Gustaf (links) erhält Gerhard Schickhofer, Leiter des Instituts für Holzbau und Holztechnologie der TU Graz, den Marcus-Wallenberg-Preis.

Gerhard Schickhofer, Leiter des Instituts für Holzbau und Holztechnologie der TU Graz, erhält den Marcus-Wallenberg-Preis für seine Forschung im Bereich des Brettsperrholzes. Der Preis ist mit rund 200.000 Euro dotiert.

Brettsperrholz - auch bekannt als Cross Laminated Timber (CLT) - ist die Technologie, die hinter der weltweiten Expansion mehrstöckiger Gebäude in Holz-Massivbauweise steht. Schickhofer (geb. 1962 in Vorau) hat den stabilen und zugleich umweltfreundlichen Werkstoff von Graz aus federführend mitentwickelt. In den vergangenen 25 Jahren haben der Bauingenieur und sein Team auch in der Festlegung europäischer Normen und technischer Zulassungen zur Produktion und Verwendung in industriellen Anwendungen des Holzbaus eine wichtige Rolle gespielt.

Mehrstöckige Gebäude in Holz-Massivbauweise

Die schwedische Marcus Wallenberg-Stiftung würdigte am 7. Oktober seine Forschungsleistungen mit der hoch dotierten Auszeichnung, die seit 1981 für bahnbrechende wissenschaftliche Errungenschaften im Bereich der Forstwirtschaft und Holz verarbeitenden Industrie vergeben wird. Benannt ist der Preis nach dem schwedischen Industriellen Marcus Wallenberg (1899-1982).

White Paper zum Thema

Brettsperrholz ist wie Massivholz ein erneuerbarer und damit sehr umweltfreundlicher Baustoff. CLT besteht aus mehreren kreuzweise verklebten Massivholzbrettern von bis zu 20 Metern Länge und vier Metern Breite. Es ist extrem stabil und erdbebensicher und dabei mit modernen Fertigungstechnologien leicht zu bearbeiten, zu formen und sogar zu krümmen. (APA/red)

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