Automobilindustrie

Magna Steyr: Produktion in Graz um knapp 30 Prozent über dem Vorjahr

Am einzigen Standort von Magna, an dem ganze Autos gebaut werden, sind im ersten Halbjahr knapp 89.000 Autos vom Band gerollt - das entspricht einem Zuwachs von fast 30 Prozent gegenüber demselben Zeitraum des Vorjahres. Derzeit produziert Graz den Jaguar I-Pace, die G-Klasse von Mercedes-Benz, den BMW Z4 sowie Toyota Supra.

Bei seiner Fahrzeug-Komplettfertigung in Graz hat der kanadische Autozulieferkonzern Magna heuer ziemlich Gas gegeben. Im ersten Halbjahr sind 88.900 Fahrzeuge von den Fließbändern von Magna Steyr gerollt, wobei das Tempo im zweiten Quartal noch zugelegt hat. Der Umsatz damit betrug bis Juni 3,73 Mrd. Dollar, im Gesamtjahr sollen es 6,8 bis 7,2 Mrd. Dollar sein, erklärte Magna.

Die Gesamtzahl von 88.900 Autos - Magna baut nur in Graz ganze Kfz zusammen - lag um 19 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreswert. Von April bis Juni steigerte man die Stückzahl sogar um 28 Prozent (auf 43.000), heißt es im Halbjahresbericht. Zum ersten Quartal: Magna Steyr schraubt die Produktion in Graz weiter hinauf >>

Höhere Volumina bei der Montage

Zurückzuführen war der starke Anstieg des Absatzes an Komplettfahrzeugen auf höhere Montage-Volumina durch die Ausweitung des im ersten Vierteljahr 2018 gestarteten Jaguar-I-Pace-Programms, das seit dem zweiten Quartal 2018 laufende Mercedes-Benz-G-Klasse-Programm, das BMW-Z4-Programm (seit dem vierten Quartal 2018) und das Toyota-Supra-Programm, das seit dem Erstquartal 2019 läuft.

White Paper zum Thema

Teilweise kompensiert wurden diese expansiven Faktoren durch die Effekte geringerer Montage-Mengen bei der BMW-5er Reihe und dem Jaguar E-Pace sowie einen Rückgang des ausgewiesenen US-Dollar-Umsatzes um 271 Mio. Dollar als Folge der Abschwächung des Euro gegenüber der US-Währung, wie Magna im Detail erläuterte.

INDUSTRIEMAGAZIN zur Firma:
Luftkampf: 5G auf dem Shopfloor - und die ganz anderen Pläne der Industrie >>

Die Verkaufserlöse des Magna-Gesamtkonzerns gingen heuer im zweiten Quartal leicht von 10,28 auf 10,13 Mrd. Dollar (9,04 Mrd. Euro) zurück, im Halbjahr lagen sie bei 20,72 (21,07) Mrd. Dollar. Der Nettogewinn schrumpfte im Zweitquartal auf 452 (626) Mio. Dollar, im Halbjahr stieg er auf 1,56 (1,29) Mrd. Dollar, gab Magna bekannt. Das angepasste Betriebsergebnis (adjusted EBIT) bildete sich im Quartal auf 677 (803) Mio. Dollar zurück, im Halbjahr auf 1,40 (1,68) Mrd. Dollar.

Aktuell:
Jaguar investiert in Elektroautos - in England, nicht in Graz >>

Ausblick für heuer leicht gesenkt

Für das Gesamtjahr senkte der Konzern den Ausblick erneut, wie schon vor Monaten. Die gesamten Verkaufsumsätze werden nun bei 38,9 bis 41,1 Mrd. Dollar erwartet, nach noch im Frühjahr prognostizierten 39,1 bis 41,3 Mrd. Dollar. Die EBIT-Marge wird jetzt bei 6,6 bis 6,9 Prozent gesehen (nach 6,7 bis 7,0 Prozent zuvor). Der Outlook 2019 geht von 1,125 Dollar pro Euro aus.

Zum Hersteller:
Magna Steyr hat das neue Werk in Slowenien jetzt offiziell eröffnet >>

Die Umsätze mit Komplettfahrzeugen, wie sie nur Magna Steyr in Graz zusammenbaut, sieht der Konzern nun im Gesamtjahr 2019 bei 6,8 bis 7,2 Mrd. Dollar, im Mai ging man von 6,9 bis 7,3 Mrd. Dollar aus. Heuer legten die Grazer Verkaufserlöse im Jahresabstand im zweiten Quartal kräftig auf 1,80 (1,28) Mrd. Dollar zu, im Halbjahr von 2,94 auf 3,73 Mrd. Dollar. Verdient hat Magna in Graz damit besser: Im zweiten Quartal stieg die EBIT-Marge auf 2,4 (0,1) Prozent, im Halbjahr auf 1,9 (0,7) Prozent. (apa/red)

Verwandte tecfindr-Einträge