Autoindustrie

Starkes Wachstum bei Magna in Graz und konzernweit: Die Details

Am Standort Graz schickt der Autobauer und Zulieferer Magna rund tausend Mitarbeiter in Kurzarbeit, weil in der Produktion Halbleiterkomponenten fehlen. Für das erste Quartal meldet der Konzern trotzdem steigende Ergebnisse - auch beim Komplettfahrzeugbau in Graz.

Der kanadische Autozulieferkonzern Magna hat bis März trotz der Lieferengpässe in der Branche Umsatz und Gewinn gesteigert, auch beim Komplettfahrzeugbau bei Magna Steyr in Graz. Für den Gesamtkonzern und Graz hat Magna nach dem guten Start im ersten Quartal die Jahresziele 2021 angehoben. Die Engpässe, inklusive Halbleiterchips, würden im zweiten Quartal anhalten. Trotz des Gegenwinds in der Branche sehe man für Magna in den kommenden Jahren aber erhebliche Wachstumschancen.

Der erhöhte Ausblick für die Erlöse und die bereinigte EBIT-Marge spiegle vor allem das anhaltende Umsatzwachstum in China, die anhaltend starke operative Leistung und ein höheres Eigenkapitalergebnis als bisher erwartet wider, erklärte Magna. Das Plus bei Umsatz und Marge wolle man in einen höheren freien Cashflow verwandeln.

Der Konzernumsatz soll 2021 nun bei 40,2 bis 41,8 Mrd. Dollar liegen, bisher ging man von 40,0 bis 41,6 Mrd. Dollar aus. Die bereinigte EBIT-Marge soll 7,2 bis 7,6 Prozent erreichen, zuletzt erwartete man 7,1 bis 7,5 Prozent. Bis März lag das bereinigte EBIT heuer bei 770 Mio. Dollar (nach 403 Mio. Dollar ein Jahr davor), die EBIT-Marge bei 7,6 (4,7) Prozent. Der der Magna International Inc. zurechenbare Nettogewinn kletterte von 261 Mio. auf 615 Mio. Euro.

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Für das Segment Complete Vehicles rechnet Magna für 2021 nun mit 6,7 bis 7,0 Mrd. Dollar Umsatz, nach einer bisherigen Bandbreite von 6,5 bis 6,8 Mrd. Dollar. Der Umsatz mit Komplettfahrzeugen, wie sie bei Magna Steyr in Graz (Steiermark) zusammengebaut werden, stieg im ersten Quartal kräftig von 1,32 Mrd. auf 1,85 Mrd. Dollar, wobei das bereinigte EBIT dieses Segments von 50 Mio. auf 80 Mio. Dollar zulegte. Die bereinigte EBIT-Marge betrug 4,3 (nach 3,8) Prozent.

Im Gesamtkonzern habe man heuer im ersten Quartal das 18-prozentige Umsatzplus von 8,66 Mrd. auf 10,18 Mrd. Dollar durch einen ebenfalls 18-prozentigen Anstieg der weltweiten Produktion von Leichtfahrzeugen erreicht, was primär auf einen Zuwachs von 87 Prozent in China zurückzuführen gewesen sei, erklärte der kanadische Konzern. In den beiden größten Märkten - Nordamerika und Europa - war die Produktion im Wesentlichen gleich bzw. lag um 5 Prozent höher.

Für die Fertigung von Leichtfahrzeugen in China hat Magna die Erwartung für heuer von 24,0 auf 24,7 Millionen Stück in die Höhe geschraubt, für Europa bei 18,5 Mio. Einheiten belassen und für Nordamerika von 15,9 auf 15,6 Mio. gesenkt.

Die Erträge aus betrieblichen Tätigkeiten (vor Ertragssteuern) legten binnen Jahresfrist von 386 Mio. auf 805 Mio. Dollar zu. Heuer seien hier bis März netto 58 Mio. Dollar enthalten, bestehend aus Gewinnen aus Firmenzusammenschlüssen und unrealisierten Gewinnen aus der Neubewertung von Beteiligungen, teils ausgeglichen durch Restrukturierungskosten. Ohne Sonstige Erträge sei das Betriebsergebnis vor Steuern zum Vorjahr um 361 Mio. Dollar angestiegen, heißt es. (apa/red)