Logistik

Maersk zahlt 3,7 Milliarden Euro für die Reederei Hamburg Süd

Die weltgrößte Containerreederei Maersk Line aus Dänemark legt für die deutsche Reederei Hamburg Süd 3,7 Milliarden Euro auf den Tisch. Verkäufer ist der deutsche Mischkonzern Dr. Oetker, der mit dem Deal die Hälfte seines Umsatzes verliert.

Die dänische Maersk Line bezahlt für die schuldenfreie Übernahme der Reederei Hamburg Süd 3,7 Mrd. Euro an die Oetker Gruppe. Wie das Unternehmen mitteilt, soll die Transaktion bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Dr. Oetker hatte angekündigt, Teile des Erlöses in die Lebensmittelsparte des Konzerns und die Digitalisierung zu stecken.

Dr. Oetker steigt ganz aus der Schifffahrt aus

Oetker und die weltgrößte Containerreederei Maersk hatten im vergangenen Jahr einen Vorvertrag und im März einen Kaufvertrag unterzeichnet. Die Kartellbehörden in den USA und der EU hatten dem Verkauf bereits zugestimmt, teilweise mit Auflagen.

Die Hamburger sollen eigene Struktur behalten

Behörden in weiteren Ländern sind noch mit Prüfungen beschäftigt. Maersk erwartet jährliche "Synergieeffekte" von 350 bis 400 Mio. Dollar (320 bis 366 Mio. Euro). Hamburg Süd soll die eigenen Strukturen und Marken behalten.

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Die Oetker Gruppe verliert durch den Abschied aus der Schifffahrt die Hälfte ihres Umsatzes von zuletzt etwa 12 Milliarden Euro. (dpa/apa/red)