Antriebstechnik

Lufthansa will Gemeinschaftsunternehmen mit MTU gründen

Die deutsche Konzernmutter der AUA und der Münchner Triebwerksbauer MTU planen, Triebwerke in Zukunft gemeinsam zu warten, und zwar in einem Gemeinschaftsunternehmen und an einem gemeinsamen Standort. Zugleich sollen bei der Lufthansa bis zu 2000 Jobs wegfallen.

Die deutsche AUA-Mutter Lufthansa und der Münchner Triebwerksbauer MTU loten eine Zusammenarbeit im Wartungsgeschäft aus. Dabei geht es um die Triebwerke der PW1000G-Serie, die etwa beim modernisierten Airbus-Mittelstreckenjet A320neo und der neuen Bombardier C-Serie zum Einsatz kommen, wie MTU und Lufthansa Technik mitteilten.

Die jetzt unterzeichnete Absichtserklärung umfasst ein Gemeinschaftsunternehmen und einen gemeinsamen Standort. Beide Gesellschaften wollen damit ihre Kosten senken. Eine Entscheidung soll bis Jahresende fallen.

Lufthansa baut Arbeitsplätze ab

Lufthansa Technik hatte im Juli einen umfangreichen Stellenabbau bei der Triebwerks-Überholung bekanntgegeben. Demnach fallen in den nächsten Jahren 700 von 2000 Arbeitsplätzen in Deutschland weg. MTU hat das sogenannte Getriebefan-Triebwerk des US-Herstellers Pratt & Whitney mitentwickelt. Viele der Exemplare sollen künftig bei den Münchnern endmontiert werden. Bei der Lufthansa war die erste A320neo weltweit Anfang des Jahres in Dienst gegangen. (APA/dpa/red)

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