Luftfahrt

Lufthansa-Chef Spohr: Niki werde nicht als „Ganzes“ überleben

Der Chef der deutschen Lufthansa, Carsten Spohr, sieht in einem Interview "keinen potenziellen Käufer, der Niki im Ganzen erwirbt und ihren Betrieb nachhaltig finanziert“. In ein paar Tagen dürfte es allerdings zu einer endgültigen Entscheidung kommen.

Wird Niki "als Ganzes" überleben? 

Wie bereits berichtet, sollen Niki Lauda, die Condor-Mutter Thomas Cook, der britisch-spanische Luftfahrtkonzern IAG und die kleine Schweizer Chartergesellschaft Privat Air Angebote zur Übernahme der insolventen Niki gelegt haben. Die Berliner Morgenpost meldet, dass sich Thomas Cook, Condor und Niki Lauda zu einer Bietergemeinschaft zusammengeschlossen haben, die sich primär auf Slots und Flugzeuge, und nicht auf den Erhalt der Belegschaft konzentriert. Konkret wird berichtet, dass die Lauda-Bietergemeinschaft das Personal neu einstellen möchte. 

Welche Pläne die anderen Bieter verfolgen, ist nicht bekannt. Lediglich Privat Air erklärte, dass man für Niki als komplettes Unternehmen bieten würde. Lufthansa-Chef Carsten Spohr, dessen Airline wegen Bedenken der EU-Wettbewerbshüter nicht zum Zug kommen durfte, gibt Niki allerdings als Ganzes keine Chance. Außer der Lufthansa "sehe ich keinen potenziellen Käufer, der die Niki im Ganzen erwirbt und ihren Betrieb nachhaltig finanziert".

Niki-Insolvenzverwalter Lucas Flöther ist allerdings “zuversichtlich, dass es möglich ist, große Teile des Geschäftsbetriebs und zahlreiche Arbeitsplätze in Österreich und Deutschland zu erhalten." Nach seinen Informationen soll der Verkaufsprozess bis zum 29. Dezember 2017 abgeschlossen werden. (red/apa)